Grub am Forst
beschluss

Der Kindergarten in Grub am Forst wird nicht saniert, sondern neu gebaut

Einstimmig fasste der Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung den Beschluss, ein neues größeres Baugebiet auszuweisen. Dieser Aufstellungsbeschluss wird eine Bauleitplanung einleiten, um im Bereich Al...
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"Blutspender leisten Nächstenliebe und retten Leben", stellte Bürgermeister Jürgen Wittmann (rechts) fest, als er Dennis Lindner und Stefanie Hofmann auszeichnete.  Foto: Lothar Weidner
"Blutspender leisten Nächstenliebe und retten Leben", stellte Bürgermeister Jürgen Wittmann (rechts) fest, als er Dennis Lindner und Stefanie Hofmann auszeichnete. Foto: Lothar Weidner

Einstimmig fasste der Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung den Beschluss, ein neues größeres Baugebiet auszuweisen. Dieser Aufstellungsbeschluss wird eine Bauleitplanung einleiten, um im Bereich Altenberg 75 neue Wohneinheiten anbieten zu können. Auslöser dieses Beschlusses war, wie Gemeinderat Helfried Schreiner (CSU) formulierte: "Überall wird gebaut, nur in Grub tut sich nichts."

Das ändert sich jetzt. Ein Investor steht schon in den Startlöchern, die Rödentaler Firma Schopf & Teig, deren Vertreter Ralf Schopf dem Gemeinderat Rede und Antwort stand. Demnach werden für die Planung eineinhalb Jahre benötigt, so dass mit einer Ausschreibung Ende 2020 begonnen werden könnte. Das Vorhaben sollte auf zwei Bauabschnitte verteilt werden. Zudem wird eine Flächennutzungsplanänderung erforderlich, da die Fläche derzeit noch als landwirtschaftliche Fläche ausgewiesen ist. Das Ziel sei, so schnell als möglich einen Bebauungsplanentwurf zu erstellen. In diesem Verfahren müssten unter anderem der Lärmschutz (Flugplatz Steinrücken), der Baumschutz, der Anschluss an die Kläranlage und Ausgleichsmaßnahmen geklärt werden. Ein Name für das Baugebiet wurde auch schon vergeben: "Zur Dogge".

Eine schwere Geburt war der Beschluss über den Kindergartenneubau. Schließlich konnte nach langer Diskussion doch noch einstimmig beschlossen werden, diesen in der Nähe des jetzigen Kindergartens zu errichten. Als Bauträger soll die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde auftreten. Allerdings gab es vier Gegenstimmen aus den Reihen von GfG. Zuvor war ein Standort bei der Schule verworfen worden. Obwohl aus der Diskussion hervortrat, dass es ratsam sei, mit der Gemeinde Niederfüllbach wegen eines gemeinsamen Vorhabens in Verbindung zu treten, da dort ähnliche Probleme bestünden, wurde hierüber kein Beschluss gefasst. Eine Sanierung des jetzigen Kindergartens in Grub ist somit vom Tisch.

Bürgermeister Jürgen Wittmann (GfG) informierte eingangs, dass in einer gemeinsamen Sitzung von Gemeinderat und Kirchenvorstand Einstimmigkeit über einen Neubau bestanden habe, dies sei auch von der Regierung von Oberfranken genehmigt worden. Ein Gerangel im Gremium ergab sich aus der Frage, ob die in der Tagesordnung vorgesehene "Beschlussfassung" öffentlich oder nichtöffentlich erfolgen soll. Gemeinderätin Andrea Huxoll (SPD) mahnte in Anbetracht dieses großen Vorhabens zur Gemeinsamkeit, Gemeinderat Peter Pillmann (GfG) stellte den Antrag auf Ende der Diskussion, was mit 9 zu 6 Stimmen abgelehnt wurde. Schließlich platzte dem Bürgermeister der Kragen. Er sagte: "Wir fassen halt einen Beschluss, dass wir keinen fassen."

Gereizt ging es auch bei einer Auseinandersetzung zwischen Gemeinderat Werner Kaiser (CSU) und dem Bürgermeister zu. Kaiser warf Wittmann vor, immer mehr dringliche Anordnungen zu treffen in den Bereichen Straßen- und Gehwegsanierungen in Verbindung mit dem Breitbandausbau, um den Gemeinderat zu umgehen. Wittmann konterte, dass manche Schäden erst auftauchten, wenn die Straße oder der Gehweg offen seien. Da sei schnell zu handeln, da ansonsten die Baufirma verschwinde, und ein Gemeinderatsbeschluss würde erst nach einiger Zeit einen Weiterbau ermöglichen.

Wittmann teilte mit, dass sich die Sanierung der B 303 mit einem neuen Fahrbahnbelag zwischen Niederfüllbach und Zeickhorn verzögern werde. Dies sei für Ende Juli/Anfang August dieses Jahres geplant gewesen, werde aber um einen Monat verschoben. Als Grund habe das Straßenbauamt die angespannte Auftragslage der Baufirma genannt. Eine Vollsperrung sei vorgesehen und die Arbeiten sollten dann in der 42. Kalenderwoche fertig sein.

Für 25-maliges Blutspenden wurden im Rahmen der Gemeinderatssitzung Stefanie Hofmann und Dennis Lindner mit einer BRK-Urkunde ausgezeichnet, die ihnen der Bürgermeister aushändigte. dav

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