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Forchheim

Der Kellerwald hat große Bedeutung für die Hirschkäferpopulation

Der Forchheimer Kellerwald ist Hirschkäferland. Von Anfang Juni bis Mitte August schwärmen die großen Insekten, um für eine neue Käfergeneration zu sorgen. ...
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Ganze Käferschlachtfelder finden sich manchmal unter den sogenannten Rammelbäumen, wo die Männchen an Saftleckstellen (Verletzungen an Eichenstämmen) auf die Weibchen treffen und dort Spechten und Rabenvögeln zum Opfer fallen. Foto: Annelore Schneider
Ganze Käferschlachtfelder finden sich manchmal unter den sogenannten Rammelbäumen, wo die Männchen an Saftleckstellen (Verletzungen an Eichenstämmen) auf die Weibchen treffen und dort Spechten und Rabenvögeln zum Opfer fallen. Foto: Annelore Schneider
Der Forchheimer Kellerwald ist Hirschkäferland. Von Anfang Juni bis Mitte August schwärmen die großen Insekten, um für eine neue Käfergeneration zu sorgen.
Manchmal sieht man dann die Männchen in der Dämmerung langsam und fast senkrecht entlang von Waldkanten fliegen. Der aufmerksame Beobachter kann aber auch viel einfacher Aufschluss über die Käferpopulation gewinnen: Beim kräftezehrenden Flug auf der Suche nach Duftspuren von Weibchen fallen die Hirschkäfermännchen manchmal entkräftet zur Erde, wo sie von Spitzmäusen, Igeln oder Vögeln erbeutet werden. Diese fressen den Hinterleib der Käfer und lassen Kopf und Flügeldecken zurück. Die Zangen an den abgetrennten Köpfen beißen dabei noch nach 48 Stunden ins Leere - ein eigenartiger Anblick.
Der Biologielehrer Carsten Schlegel vom Ehrenbürg-Gymnasium hat im Laufe des Monats Juni allein am Riesenradparkplatz des Annafest-Geländes die Überreste von 30 männlichen und zwei weiblichen Hirschkäfern gezählt. Die Tiere waren vermutlich von Rabenkrähen "ausgefressen" worden. Die Beobachtungen des jungen Biologen zeugen von einer großen Hirschkäferpopulation im Kellerwald und dessen Bedeutung nicht nur für Bierliebhaber. red

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