Kulmbach

Der Kampf gegen die neue Volkskrankheit

Die Zahl der Lungenkrankheiten nimmt auch in Deutschland zu. Änderungen im Lebensstil wie Rauchen, ungesunde Ernährung und zu wenig Bewegung sowie Umweltsch...
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Lungenkrankheiten sind weiter verbreitet als viele Menschen denken. Unter Leitung von Joseph Alhanna (rechts) wird am 16. September ein Lungentag am Klinikum stattfinden.  Foto: Klinikum
Lungenkrankheiten sind weiter verbreitet als viele Menschen denken. Unter Leitung von Joseph Alhanna (rechts) wird am 16. September ein Lungentag am Klinikum stattfinden. Foto: Klinikum
Die Zahl der Lungenkrankheiten nimmt auch in Deutschland zu. Änderungen im Lebensstil wie Rauchen, ungesunde Ernährung und zu wenig Bewegung sowie Umweltschadstoffe machen die Menschen anfälliger für chronische Lungenerkrankungen. Nicht alle, aber viele könnten verhindert werden, wenn die Menschen über die Entstehung der Krankheiten besser informiert wären und wüssten, was sie selber zur Vorbeugung tun könnten.
Prävention ist deshalb auch am Klinikum Kulmbach ein ganz wichtiger Teil der Arbeit der Pneumologen. Am 16. September wird es deshalb einen großen Lungentag in der Einrichtung geben.
Lungen- und Atemwegserkrankungen sind bedauerlicherweise längst zu einer Volkskrankheit geworden. Doch noch immer nehmen viel zu viele Menschen dieses Thema nicht ernst, schieben es von sich und befassen sich nicht damit. Das ist ein Fehler: Erkrankungen der Lunge stehen in Europa bereits an vierter Stelle der krankheitsbedingten Todesfälle.


Oft lebensbedrohlich

"Bedingt durch die Chronisch Obstruktive Bronchitis schätzen Wissenschaftler, dass die Todesfälle aufgrund von Lungenerkrankungen sogar auf die dritte Stelle weltweit steigen werden", sagt der Leitende Arzt der Pneumologie am Klinikum, Joseph Alhanna.
Lungenerkrankungen könnten die Lebensqualität der Betroffenen stark beeinträchtigen und seien oft sogar lebensbedrohlich. Lungenkrebs sei weltweit die am häufigsten zum Tode führende Krebserkrankung. "Rund 50 000 Menschen erkranken in Deutschland jährlich an Lungenkrebs, 40 000 sterben daran", so Alhanna.
In Deutschland leiden derzeit rund zehn Millionen Bürger an einer Erkrankung der Lunge oder der Atemwege. Die Dunkelziffer liegt weit höher. Der Früherkennung und Prävention kommt daher eine große Bedeutung zu. Meist wird die Erkrankung erst entdeckt, wenn es für eine Behandlung fast zu spät ist.


Rechtzeitige Therapie wichtig

Eine rechtzeitige Therapie könnte aber die Lebensdauer und -qualität der Patienten oft entscheidend verbessern. Doch Früherkennungstests für Lungenerkrankungen sind nicht selbstverständlich. Zudem gehört auch in Deutschland der Lungenfunktionstest nicht zum Vorsorgekatalog der Krankenkassen. red

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