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Kaltenbrunn im Itzgrund

Der "Itzgrundmarkt" wird sich rechnen

Kaltenbrunn — Ein gut besuchter und damit erfolgreicher Informationstag hat das Projekt "Dorfladen" einen Schritt weiter gebracht. Der Informationstag fand im Gebäude des ehemalige...
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Was geplant ist, wie der "Itzgrundmarkt" aussehen und wie die Angebotspalette sein könnte - all das gab es beim Informationstag im ehemaligen "Edeka"-Markt in Kaltenbrunn zu sehen. Foto: privat
Was geplant ist, wie der "Itzgrundmarkt" aussehen und wie die Angebotspalette sein könnte - all das gab es beim Informationstag im ehemaligen "Edeka"-Markt in Kaltenbrunn zu sehen. Foto: privat
Kaltenbrunn — Ein gut besuchter und damit erfolgreicher Informationstag hat das Projekt "Dorfladen" einen Schritt weiter gebracht. Der Informationstag fand im Gebäude des ehemaligen "Edeka"-Ladens statt. Dieser kommt auch für das Neu-Aufleben der Nahversorgung in einer anderen Gesellschaftsform in Frage.
Anbieter aus der Region Coburg, der Region Bamberg, ein Bioladen aus Untersiemau, zwei Bäckereien sowie eine örtliche Metzgerei stellten beim Informationstag nicht nur ihre Produkte vor, die Besucher durften sie auch verkosten "Rund 350 Bürger haben die Gelegenheit wahrgenommen, sich umfassend über den Planungsstand zu informieren", teilte Horst Behnke als Sprecher der Arbeitsgruppe "Itzgrundmarkt" mit. Ansprechpartner waren die Mitglieder des Arbeitskreises "Itzgrundmarkt" sowie Wolfgang Gröll vom Dorfladen-Netzwerk. An Schautafeln wurden den Besuchern bereits bestehende Dorfläden präsentiert und deren Statistiken verglichen.
Im Vorfeld der Veranstaltung wurden die Bürger aus dem Itzgrund zu ihrem Einkaufsverhaltens befragt. Die Auswertung der Fragebögen hing für alle sichtbar aus. Die Botschaft dabei, so erklärte Benke: "Es kann davon ausgegangen werden, dass sich der geplante Laden im alten Edeka-Gebäude tragen wird." Entsprechende Umsatzzahlen gehen von 450 000 Euro im ersten Jahres bis zu eventuell 1,5 Millionen nach einigen Anlaufjahren aus. Als Gesellschaftsform ist eine Unternehmergesellschaft mit stillen Gesellschaftsanteilen angedacht. Die Mindestbeteiligung soll 250 Euro betragen.
Zur Aufklärung lag zudem ein Merkblatt aus, das ausführlich über die Betreiber und Form, Gesellschafter und Gesellschaftsanteile, Baumaßnahmen, Zielsetzung und Wirtschaftlichkeit Auskunft gab. Das Merkblatt, das auf der Vorderseite den Zeichnungsantrag mit Einzugsermächtigung enthält, kam offensichtlich gut an. "Es wurden so viele Blätter mitgenommen, dass im Laufe der vierstündigen Veranstaltung noch ein Nachdruck im Rathaus erfolgen musste", berichtete Horst Behnke.


Die Geschichte des Projektes

Der Edeka-Laden in Kaltenbrunn wurde zu Jahresbeginn geschlossen worden. Die Gemeinde Itzgrund und ein Großteil der Bürger wünschten sich jedoch weiterhin eine Einkaufsmöglichkeit in der Gemeinde. Deshalb fanden im Frühjahr 2015 auf Einladung der Gemeinde zwei große Versammlungen in der Itzgrundhalle statt, in denen der Unternehmensberater Wolfgang Gröll die verschiedenen Möglichkeiten eines "Dorfladens" vorstellte. Aus diesen Veranstaltungen ging eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Bürgermeister Werner Thomas (SPD) hervor, der gemeinsam mit Gröll die weitere Planung, Befragung der Bürger usw. organisierte. Diese Arbeitsgruppe beschloss auch, nicht lediglich von einem Dofladen zu sprechen. Der Arbeitsname sollte künftig "Itzgrundmarkt" lauten. Nach weiteren fünf Sitzungen der Arbeitsgruppe war die Planung so weit fortgeschritten, dass die Einwohner der Gemeinde Itzgrund und anliegender Orte durch einen Handzettel zu der Informationsveranstaltung eingeladen werden konnten.
Nachdem die Veranstaltung so gut angenommen worden ist, besteht für Horst Behnke "die begründete Hoffnung", dass auch die Gründungsveranstaltung der neuen Betreibergesellschaft am 21. Januar erfolgreich verlaufen wird. Horst Behnke

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