Forchheim

Der Info-Pilz soll verschwinden

Die Mitglieder des Planungsausschusses der Stadt Forchheimsprachen sich für einen Rückbau des Info-Pilzes aus. Die Technik soll aber erhalten bleiben und "unsichtbar" werden.
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Der Info-Pilz aus den 1990er Jahren soll wieder verschwinden.  Foto: Josef Hofbauer
Der Info-Pilz aus den 1990er Jahren soll wieder verschwinden. Foto: Josef Hofbauer

Josef HOFBAUER Der Info-Pilz in der Fußgängerzone in Forchheim neben dem Blumenladen Betz soll verschwinden. Diese Empfehlung gaben die Mitglieder des Planungs- und Umweltausschusses einstimmig an den Stadtrat, der sich am 19. Dezember mit diesem Thema befassen wird.

Die Herausforderung beim Rückbau des Infopilzes: Die Elektronik muss auch in Zukunft für die Forchheimer Geschäftswelt verfügbar sein, insbesondere bei Veranstaltungen. Als eleganteste Lösung schlug Alexander Dworschak, Geschäftsführer der Wohnungsbau und Sanierungsgesellschaft der Stadt, der unterschiedliche Varianten untersucht hatte, vor, die Technik im Erdreich zu versenken.

Freier Blick auf Gebäude

Dies gebe den Blick frei auf die Häuser und Geschäfte in der Hauptstraße. Aus rein optischer Sicht, so Dworschak, sei dies die charmanteste Lösung, die auch in den Nachbarkommunen Bamberg, Baiersdorf und Nürnberg praktiziert werde.

Mit 90 000 Euro gestalte sich laut Dworschak diese Lösung auch noch preisgünstiger, als eine Verlegung des Verteilerschrankes in die Schlossergasse, die auf 105 000 Euro veranschlagt war.

Überdies wäre diese Variante technisch schwierig zu bewerkstelligen gewesen. Ein 1,90 Meter hoher Verteilerschrank am vorhandenen Platz hätte mit seinen Abmessungen von 1,70 Metern Breite und einer Tiefe von 40 Zentimetern vergleichsweise wuchtig gewirkt.

Keine Wildpinkler

Diese Variante wäre im Vergleich zur nun gewählten überfahrbaren Lösung auch optisch "wenig attraktiv" gewesen.

Da nun statt des Pilzes eine schlanke Info-Stele für Touristen errichtet werden soll, hatten Verwaltungsexperten die Befürchtung, dass zwei Körper nebeneinander als Einladung für Wildpinkler verstanden werden könnten.

Keine Folgekosten

Im Gegensatz dazu könne eine Stele ihre Außenwirkung am besten als Solitär entwickeln, betonte Dworschak. Für die Versenkung der Technik führte der Planer auch ins Feld, dass keine Folgekosten für die Stadt zu erwarten seien.

Für den Rückbau des Info-Pilzes sollen bei der Regierung von Oberfranken Zuschüsse aus Topf für Städtebauförderung beantragt werden. Die Verwaltung erwartet dafür eine Erstattung von 60 Prozent der förderfähigen Kosten. Die Maßnahme soll nach aktuellen Planungen im kommenden Jahr realisiert werden.



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