Kronach
Arbeitsmarkt

Der Herbstaufschwung hat sich auch im Landkreis Kronach fortgesetzt

Im Landkreis Kronach reduzierte sich die Arbeitslosigkeit im Oktober um 70 Menschen oder 5,7 Prozent. Die Arbeitslosenquote verringerte sich binnen Monatsfrist um 0,2 Prozentpunkte. Mit aktuellen 3,0 ...
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Im Landkreis Kronach reduzierte sich die Arbeitslosigkeit im Oktober um 70 Menschen oder 5,7 Prozent. Die Arbeitslosenquote verringerte sich binnen Monatsfrist um 0,2 Prozentpunkte. Mit aktuellen 3,0 Prozent liegt sie auf der Marke zur Vollbeschäftigung (Vorjahr 2,6 Prozent), teilte die Arbeitsagentur Bamberg-Coburg mit.

Ende des vergangenen Monats waren in Kronach 1162 Menschen arbeitslos registriert. Es verloren seit Ende September 9,5 Prozent weniger Personen ihre Beschäftigung als im letzten Jahr. Gleichzeitig fanden 51,7 Prozent mehr einen neuen Job. Die Arbeitslosenzahl liegt um 149 Frauen und Männer bzw. 14,7 Prozent über dem Vorjahreswert. Zum Vergleich: Vor zwei Monaten fiel der Anstieg mit plus 288 Personen fast doppelt so hoch aus. Grund dafür war die Entlassung der Belegschaft von Loewe.

Der Arbeitsmarkt im Raum Kronach ist weiterhin sehr aufnahmefähig. So fand aufgrund der räumlichen und finanziellen Flexibilität die Hälfte der ehemaligen Mitarbeiter bereits in dieser kurzen Zeit wieder eine neue Beschäftigung.

Aus dem Landkreis Kronach gingen im letzten Monat 108 versicherungspflichtige Stellenangebote beim Arbeitgeberservice ein. Im Bestand gibt es derzeit 651 Beschäftigungsangebote. Das sind 194 bzw. 23,0 Prozent weniger als vor zwölf Mo-naten.

"Der im September begonnene Herbstaufschwung setzte sich in den letzten vier Wochen unvermindert fort und legte noch ein wenig an Schwung zu", betont die Agenturchefin Brigitte Glos. "Äußere Einflüsse auf die Konjunktur sowie Umstellungsprozesse im Bereich Fertigung und Produktion, insbesondere der Automobilindustrie, um auch künftig die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, führten seit Monaten zu Freisetzungen. Da sich der Fachkräftebedarf seit Jahren anhaltend auf einem hohen Niveau bewegt, finden viele in relativ kurzer Zeit wieder einen neuen Arbeitsplatz, wodurch die Zahl der Arbeitslosen stagniert. Kurz gesagt, unter der Oberfläche gibt es viel Bewegung am Arbeitsmarkt", so Glos. "Meine Vermittlungsfachkräfte machen die Erfahrung, dass langsam, aber stetig die Arbeitssuchendmeldungen aus dem produzierenden Gewerbe, insbesondere der Metall-, Kunststoff- und Möbelindustrie, zunehmen." Auffällig sei dabei der seit Monaten ungebrochene Zugang von Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen oder ohne Berufsabschluss. Ausgebildete Fachkräfte wechselten im Kündigungsfall oftmals nahtlos zu einem neuen Arbeitgeber. Glos: "Der Blick in die Zukunft stimmt Arbeitgeber nachdenklich, jedoch nicht bedenklich." red

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