Höchstadt a. d. Aisch
höchstadt.inFranken.de  Auf der Suche nach Talenten hatte der Höchstadter Eishockeyclub zu einem Schnuppernachmittag eingeladen.

Der HEC führt die Kinder aufs Eis

Eismeister Marco Pflügner poliert mit seiner Eismaschine noch schnell die Lauffläche im schon deutlich in die Jahre gekommenen Höchstadter Eisstadion. Spiegelblank geputzt wartet die Eisfläche am Sams...
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Zum Schluss ging es auf Nico Henseleits Tor. Fotos: Britta Schnake
Zum Schluss ging es auf Nico Henseleits Tor. Fotos: Britta Schnake
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Eismeister Marco Pflügner poliert mit seiner Eismaschine noch schnell die Lauffläche im schon deutlich in die Jahre gekommenen Höchstadter Eisstadion. Spiegelblank geputzt wartet die Eisfläche am Samstagmittag auf viele junge bekufte Füße.

Zum ersten Mal steht "Kids on Ice" an, eine Veranstaltung des HEC. Stellvertretende Jugendleiterin Heike Striegel wartet bereits auf die Kurzen. "Wir machen das, um den Kindern die Lust und den Spaß am Eis zu zeigen", sagt sie, "um sie zu begeistern und nach Talenten zu suchen." Wie bei vielen Vereinen gibt es auch beim HEC Nachwuchssorgen. Zwar trainieren aktuell über 100 Kinder, doch die teilen sich auf in die U9, U11, U13, U15 und U20. "Um eine Mannschaft stellen zu können, brauchen wir aber 17 Kids, also 16 Spieler und einen Goalie (Torwart)."

Schon trudeln die ersten ein. Harald Lenk kommt gerade von einem Feuerwehreinsatz und bringt schnell den sechsjährigen Laurin vorbei. "Er war schon zwei, drei Mal auf dem Eis und ist auf dem Weiher gelaufen", sagt er, "heute will er auch die Alligators kennenlernen." Fabian, der elfjährige Bruder, möchte nur zusehen. Markus Baier aus Gremsdorf ist mit Tochter Katrin (9) da. Sie ist in der dritten Klasse in der Grundschule Süd, wo auch Schlittschuhlaufen auf dem Stundenplan steht. "So kann sie vorher schon mal Erfahrungen sammeln", sagt der Vater. Der erst dreieinhalbjährige David ist noch ein bisschen schüchtern an der Seite von Papa Stefan Biehler. "Ich habe das im Internet gesehen", sagt er. "Letzte Woche waren wir beim EHC-80-Kids-Training, bei den Ice-Tigers." Auch Yvonne Eichberger ist mit ihrer Emily (8) gekommen. Diese hat schon ein bisschen Erfahrung und möchte Anweisungen von den Profis.

Professionelle Anleitung

Apropos Profis. Geleitet wird das Training von Spielern der ersten Mannschaft des HEC. Mit von der Partie sind Patrick Golombek, Richard Stütz, Petr Kasik, Adam Suchomer, Maximilian Otte, Michal Petrak, Nico Henseleit, Max Cejka und Michal Mlynek. Rund 18 Kinder aus Höchstadt, Gremsdorf, Weisendorf, Gerhardshofen und sogar aus Neustadt warten ungeduldig, dass es losgeht. Zuerst werden die Kids ihren Fähigkeiten entsprechend aufgeteilt.

Die Anfänger dürfen, zum Teil ausgestattet mit sogenannten "Schiebern", auf die Übungsfläche der mit kleinen Reifen geteilten Eisbahn. Auch Katrin ist mit dabei. Kein Kind wird allein und aus den wachsamen Augen gelassen, hat es doch stets einen der Spieler an seiner Seite. Keine Stunde später läuft Katrin bereits ohne Schieber. Die Kids mit Eiserfahrung dürfen erst mal unter Anleitung zeigen, wie gut sie sich auf dem Eis zu bewegen wissen. Ein echter Hingucker unter der Rasselbande ist der erst vierjährige Malte Seigert. In seinem knallroten, übergroßen Alligators-Shirt, wackelt er wieselflink, hochkonzentriert und mit strahlendem Lächeln über die Eisfläche. "Ich bin ganz schnell gerast", erzählt er stolz.

Als Nächstes zeigt Michal Petrak den Kindern, wie man bremst, was sofort ausprobiert wird. Dann ist das Fahren von Kurven dran, was mehr oder weniger gut gelingt. Doch Hinfallen ist kein Grund zum Aufgeben! "Ich finde die ganz gut", sagt Max Otte, "sie haben Spaß und geben sich alle Mühe." Als letzte Übung vor dem ersten Einsatz mit dem Hockeyschläger kommt eine Art Eis-Limbo-Übung dran. Die Kurzen fahren in gebückter Haltung unter einem Hindernis durch, welches von Durchgang zu Durchgang tiefer gelegt wird.

Nach einer kurzen Pause geht es ans Eingemachte. Mit Schlägern versorgt geht es in zwei Mannschaften aufgeteilt gegen Goalie Nico Henseleit. Schon entbrennt der Kampf um den Puck. Schnell ist vergessen, dass man vielleicht doch noch nicht so sicher auf den Kufen ist. Henseleit setzt seinen Fuß auf den Puck, um die Kurzen ein wenig zu ärgern. Dann mit einem Mal herrscht ein Gewusel vor dem Tor, so dass Henseleit doch noch alle Hände voll zu tun bekommt. Zack, drin isser! Zu guter Letzt werden die wuseligen Eisläufer mit je einem Puck mit HEC-Logo für ihren unermüdlichen Einsatz an diesem Tag belohnt. Britta Schnake

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