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Nüdlingen
Gemeinderat

Der Haarder Brunnen sollte eigentlich schonender betrieben werden

Klaus Rimpel, Geschäftsführer der Firma Geotechnik, stellte den Mitgliedern des Gemeinderates die hydrogeologische Situation der Trinkwasserversorgung in der Gemeinde Nüdlingen dar. Bürgermeister Hara...
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Klaus Rimpel, Geschäftsführer der Firma Geotechnik, stellte den Mitgliedern des Gemeinderates die hydrogeologische Situation der Trinkwasserversorgung in der Gemeinde Nüdlingen dar. Bürgermeister Harald Hofmann machte auf die extrem hohe Bedeutung des "Lebensmittels Wasser" für die Bevölkerung aufmerksam.

In den letzten beiden Jahren habe man viel Trockenheit erlebt. Im September 2019 sei bereits der Jahresmittelwert erreicht worden. Seit vier bis sechs Jahren fehlten die Niederschlagsspitzen. Auf den Zustand der beiden Brunnen in Nüdlingen und Haard eingehend, wurde auf die längerfristige Notwendigkeit der Regeneration hingewiesen. Insgesamt stelle man beim Haarder Brunnen einen fallenden Trend fest. Nach zehn bis 25 Jahren bildeten die Ablagerungen im Filterkies einen Widerstand. Der Filterkies dürfe nicht "trocken fallen". Der Brunnen in Haard erschließe Wasser im Buntsandstein. Pro Jahr würden dort 20 000 bis 30 000 cbm entnommen. Das Wasser brauche längere Zeit, um sich "zu erholen". Es müsse klar sein, dass man den Haarder Brunnen über seine technische Leistungsfähigkeit hinaus "fahre". Er sollte eigentlich schonender betrieben werden, damit die Regenerationsfähigkeit nicht abnehme.

Aufwand schwer abzuschätzen

Die Räte erhielten auch eine Übersicht über die Nüdlinger Wasserschutzgebiete und die der benachbarten Gemeinden. Wäre es zum Beispiel denkbar, für Haard einen weiteren Brunnen zu erschließen? Aufwand und möglicher Erfolg seien schwer abzuschätzen. Letztlich sei dies eine politische Entscheidung und es gehöre auch Glück dazu.

Auch in Nüdlingen sei eine Ergänzungsbohrung denkbar. Hier erinnerte Rimpel an eine 120 beziehungsweise 130 Meter tiefe Bohrung, die der Freistaat im Jahre 1981 im Bereich des Rieds durchgeführt habe. Es sei eine Schüttung von fünf bis acht Liter erreicht worden. Die chemische Analyse habe Eisen- und Manganwerte gezeigt. Wohl wegen der Notwendigkeit, eine kostspielige Aufbereitungsanlage für dieses Wasser zu errichten, sei der Brunnen nicht genutzt, sondern wieder verfüllt worden. "Man müsste mit dem Wasserwirtschaftsamt sprechen, um die Unterlagen zu erhalten", meinte Rimpel. Von mehreren Räten wurde die Suche nach der aufgegebenen Bohrung im Ried befürwortet.

Gemeinderat Theodor Hein stellte die Frage nach dem Grad der Nitratbelastung. "Die Grenzwerte haben alle eine gewisse Spanne", sagte Rimpel. Sie würden unterschritten.

Am Ende plädierte Matthias Weber (Junge Liste) energisch für den Versuch, die Unterlagen der Versuchsbohrung aus dem Jahr 1981 zu erhalten. ksta

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