Stralsbach

Der goldene Fisch von Stralsbach

Im Markt Burkardroth ist ein Lokal für seine kulinarische Leistung ausgezeichnet worden. Der Landgasthof erhielt den "Goldenen Fisch" - ein Markenzeichen für die unterfränkische Fischgastronomie.
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Michael Hergenröder bereitet ein Fischgericht in der Küche des Landgasthofs vor.  Fotos: Johannes Schlereth
Michael Hergenröder bereitet ein Fischgericht in der Küche des Landgasthofs vor. Fotos: Johannes Schlereth
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Johannes Schlereth Esskultur wandelt sich im Laufe der Zeiten. Lag einst reichhaltige Kost im Trend, hat sich das mittlerweile zugunsten von gesunden Speisen geändert. Darunter beispielsweise Fischgerichte. Der Bezirk Unterfranken, die Fachgruppe Teichwirte des Fischereiverbands, die Fischereifachberatung des Bezirks Unterfranken und die Bezirksgeschäftsstelle des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands prämieren deshalb Lokale mit dem "goldenen Fisch". Die Plakette wird an Gaststätten verliehen, die frischen und regionalen Fisch auf den Tisch bringen. Jüngst verlieh Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel die Auszeichnung an den Landgasthof "Zum Weißen Rössl" in Stralsbach.

Mehrere Faktoren müssen passen

"Wir achten in unserer Küche sehr auf Regionalität und Nachhaltigkeit - die Auszeichnung mit dem "Goldenen Fisch" unterstreicht das Ganze noch mal", sagte Michael Hergenröder, der gemeinsam mit seinen Eltern Thomas und Arnita für die Küche des Landgasthofs verantwortlich ist. Zur Preisverleihung war es jedoch ein längerer Weg. "Es gibt eine Vorschlagsliste für die Auszeichnung", teilt Dr. Wolfgang Silkenat, Fischereifachberater beim Bezirk Unterfranken mit. Auf diese kommen Lokale, die sich "in herausragender Weise um die Zubereitung von heimischen Süßwasserfischen verdient gemacht haben." Das ist der Fall, wenn Faktoren wie Tradition, Kochkunst , Qualität und auch das Ambiente übereinstimmen. Eine weitere Bedingung: Die Gaststätte muss in allen Monaten, die den Buchstaben "r" enthalten, mindestens drei Fischgerichte auf der Speisekarte haben.

27. Goldener Fisch

Häufig würden die Teichwirte Restaurants, die für den Preis in Frage kommen, an die Jury melden. "Aber es gehen auch Hinweise von Privatleuten ein", sagt Dr. Silkenat. Im Regelfall stehen etwa fünf Gastwirtschaften auf der Vorschlagsliste. "Daraus suchen wir dann jedes Jahr einen Kandidaten aus, der den "Goldenen Fisch" verliehen bekommt." Das "Weiße Rössl" hat den 27. "Goldenen Fisch" erhalten. "Während der Prüfung gab es immer mehr Pluspunkte für den Landgasthof. Wir sind zufrieden mit unserer Wahl", sagt Dr. Silkenat. Das "Weiße Rössl" habe sich den Preis durch Kompetenz in der Küche verdient, fügte Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel an. Im Landkreis Bad Kissingen gibt es damit nun zwei Lokale mit der Auszeichnung. Denn auch der Hotel-Gasthof Nöth, von den Familien Spath und Monteiro Dantas in Morlesau erhielt 2010 die Plakette. "Darauf sind wir als Landkreis stolz", betonte Landrat Thomas Bold (CSU). Eine Region lasse sich nämlich auch durch die Küche erleben. Um eine Plakette, die einen Gütesiegel-Schilderwald ergänzt, handelt es sich jedoch nicht. "Wir merken, dass Leute wegen des Siegels zum Fischessen kommen", heißt es aus dem Morlesauer Gastronomiebetrieb. Für Dr. Silkenat hängt das auch mit der Optik der Plakette zusammen. "Sie ist wegen ihrer Fischform ein Eyecatcher unter den eckigen Schildern", meint er. Der Erfolg des Markenzeichens zeigt sich ihm außerdem an einem anderen Aspekt. "Wir haben eine Broschüre mit Adressen von Fischereibetrieben und Restaurants als gedruckte und online-Version herausgegeben." Bei der online-Version handelt es sich um die Datei, mit den höchsten Downloadzahlen auf der Internetseite der Fischereifachberatung.

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