Der Gemeinderat Ködnitz ist ins Feuerwehrhaus umgezogen

Die energetische Sanierung des Rathauses in Fölschnitz, dem denkmalgeschützten früheren Schulhaus, hat begonnen. Die jüngste Sitzung fand deshalb im Feuerwehrhaus Fölschnitz statt.
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Die Nebengebäude an der Rückseite des Rathauses in Fölschnitz wurden inzwischen abgebrochen und beseitigt. Foto: Werner Reißaus
Die Nebengebäude an der Rückseite des Rathauses in Fölschnitz wurden inzwischen abgebrochen und beseitigt. Foto: Werner Reißaus
Die energetische Sanierung des Rathauses in Fölschnitz, dem denkmalgeschützten früheren Schulhaus, hat begonnen. Die jüngste Sitzung fand deshalb im Feuerwehrhaus Fölschnitz statt.
Und um das Ausweichquartier gab es dann gleich eine Kampfabstimmung. Gemeinderat Willi Kolb (SPD) vermisste eine Absprache im Gemeinderat, wo der Gemeinderat künftig zu tagen hat und brachte den Sitzungssaal im Trebgaster Rathaus ins Spiel: "Der Sitzungsaal und der Aufzug wurden doch von der Verwaltungsgemeinschaft gesponsert und warum sollen wir diesen nicht nutzen. Man hätte sich zumindest darüber unterhalten können."


Für Trebgast

Bürgermeister Stephan Heckel-Michel (CSU) beendete die Debatte mit dem Hinweis: "Wenn der Gemeinderat das will, dann tagen wir dort oben!" Die anschließende Abstimmung brachte aber neben Willi Kolb nur mit Anita Sack (FW) und Holger Göhl (WGK) zwei weitere Befürworter für den Trebgaster Sitzungssaal.
Für die Erneuerung der Heizungsanlage des TSV Ködnitz gewährt der Gemeinderat einen Zuschuss von 3000 Euro. Wie Bürgermeister Stephan Heckel-Michel aufzeigte, hat sich der Sportverein für den Austausch der 25 Jahre alten Ölheizung auch deshalb entschieden, weil das Sportheim im Bereich des Hochwasserschutzgebietes des Weißen Mains liegt und damit erhöhte Anforderungen anfallen. Die Kosten für den Einbau einer Wärmepumpe bezifferte der TSV auf 17 402 Euro. Der Bürgermeister schlug vor, dass man sich nach Abrechnung der Maßnahme durchaus noch einmal unterhalten könne, ob die zugesagten Fördermittel von 3000 Euro ausreichend sind.


Zwei Varianten

Zur gegenwärtigen Baumaßnahme am Rathaus berichtete Bürgermeister Stephan Heckel-Michel, dass die Nebengebäude an der rückwärtigen Seite des Gebäudes inzwischen abgebrochen und beseitigt wurden. Hinsichtlich der Gestaltung der Nord-Ost-Fassade legte Architekt Thomas Hanisch zwei Varianten vor. Das Gremium entschied sich gegen die Stimme von Michael Heisinger (Rangen), die Fassade so zu belassen, wie sie ursprünglich geplant war.
Einen größeren und zum Teil auch konträren Beratungsbedarf gab es zum beabsichtigten Waldwegbau in Verlängerung des "Bergweges". Im Bereich der Wohnbebauung muss die Gemeinde demnächst größere Tiefbaumaßnahmen für die Verlegung der öffentlichen Abwasser- und Wasserleitung vornehmen, weil diese Ent- und Versorgungsleitungen überwiegend auf privatem Grund liegen. Unabhängig davon wurde der Bergweg aber bei den letzten Starkregenfällen so in Mitleidenschaft gezogen, dass größere Mengen Geröll vom öffentlichen Feld- und Waldweg den Abwasserkanal regelrecht dicht gemacht haben. Die Gemeinde Ködnitz hat allein für die Entsorgung des Gerölls rund 13 000 Euro ausgegeben, damit der Abwasserkanal wieder funktionsfähig ist.
Bürgermeister Heckel-Michel ließ das Gremium wissen, dass der Feld- und Waldweg in der Verlängerung des "Bergweges" über ein Förderprogramm saniert werden könnte, damit künftig bei ähnlichen Starkregenereignissen derartige Schäden vermieden werden., wobei mit einer Förderquote von 70 Prozent gerechnet werden kann. Bürgermeister Stephan Heckel-Michel: "Es stehen Kosten von rund 20 000 Euro im Raum. Die Waldbesitzer wären einverstanden."


Nicht vergleichbar

Gemeinderat Willi Kolb hielt eine ähnliche Maßnahme auch im "Veitsgraben" für zielführend, doch hier wurden Kosten von rund 800 000 Euro ermittelt: "Ich stimme der Maßnahme im Bergweg nur zu, wenn zeitnah auch im Veitsgraben was passiert. Die schimpfen alle." Bürgermeister Heckel-Michel vertrat die Meinung, dass man die beiden Maßnahmen nicht miteinander vergleichen könne.
Gegen die Stimme von Willi Kolb beschloss der Gemeinderat, die Bauträgerschaft für diesen Waldwegbau zu übernehmen und das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten mit der Planung zu beauftragen.

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