Haßfurt
Umweltschutz

Der Gärtnerring Haßberge führt die "Bring-Back-Pfandkiste" ein

Ihrem Bemühen um Müllvermeidung und Nachhaltigkeit fügen die Mitgliedsbetriebe des Gärtnerrings Haßberge mit der "Bring-Back-Pfandkiste" einen weiteren Mosa...
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Die Mitgliedsbetriebe des Gärtnerrings Haßberge präsentieren ihre "Bring-Back-Pfandkiste" für den Transport von Pflanzen. Unser Bild zeigt von links: Norbert Pudell, Helga Nusser, Karin Burger-Zösch, Werner Pudell, Franz-Josef Zösch, Dietmar Hofmann, Roland und Anita Roth sowie Elke Hofmann. Foto: Sabine Weinbeer
Die Mitgliedsbetriebe des Gärtnerrings Haßberge präsentieren ihre "Bring-Back-Pfandkiste" für den Transport von Pflanzen. Unser Bild zeigt von links: Norbert Pudell, Helga Nusser, Karin Burger-Zösch, Werner Pudell, Franz-Josef Zösch, Dietmar Hofmann, Roland und Anita Roth sowie Elke Hofmann. Foto: Sabine Weinbeer
Ihrem Bemühen um Müllvermeidung und Nachhaltigkeit fügen die Mitgliedsbetriebe des Gärtnerrings Haßberge mit der "Bring-Back-Pfandkiste" einen weiteren Mosaikstein hinzu. Rechtzeitig zur Frühjahrs-Pflanzzeit präsentierten die fünf Betriebe die Pfandkiste für den praktischen Transport von Primel, Anemone, Geranie und Co.
"Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, dass kein Plastik mehr in den Weltmeeren landet, und setzen uns gegen Mülltourismus nach Asien oder Afrika ein", erklärte Norbert Pudell bei der Präsentation. Kompostierbare Anzuchttöpfe und Kranz-Unterlagen sind für die Gärtnerring-Betriebe schon lange selbstverständlich, ebenso wie schonender Umgang mit Wasser und Energieträgern. "Nachhaltig sind wir regionalen Gärtnereien auch durch die Pflanzenproduktion hier vor Ort, ohne lange Transportwege", sagte Dietmar Hofmann, Innungsobermeister aus Kirchaich.
Die Pfandkiste ist zwar aus Kunststoff, aber aus Recycling-Material aus der Region, "und außerdem handelt es sich nicht um ein Wegwerfprodukt, sondern um einen langlebigen Gegenstand", sagte Roland Roth, in dessen Gärtnerei in Haßfurt die Präsentation stattfand. Der Kunststoff sei langlebig, wasserdicht und leicht zu reinigen. Um geeignete Pappkartons herzustellen, müssten diese auch eine Beschichtung erhalten und seien bei weitem nicht so langlebig, erklärte er die Überlegungen der Gärtner im Vorfeld.
Wenn in den nächsten Wochen Kunden erstmals die Pfandkiste nutzen, bezahlen sie mit 2,50 Euro den Selbstkostenpreis. Ihre Kiste bekommt einen Firmenaufkleber, der als Pfandmarke fungiert. Sie können die Kiste dann entweder eine Zeit lang nutzen oder wieder zurückgeben, und zwar bei jedem der angeschlossenen Betriebe. Sollten die Kisten dann doch einmal beschädigt sein, kümmern sich die Gärtnerring-Mitglieder darum, dass sie beim Hersteller wieder ins Recycling gehen.
An dem Pfandsystem beteiligen sich die Gärtnereien Dietmar Hofmann in Kirchaich und Nusser in Eltmann, die Ideen-Gärtnerei Roth in Haßfurt, das Florianum Norbert Pudell in Haßfurt sowie die Gärtnerei Franz-Josef Zösch in Sand. sw
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