Neuenmarkt

Der Förderbescheid ist da

Die Finanzierung des alten Bahnhofsgebäudes in Neuenmarkt ist gesichert. Die Gemeinde zahlt nur zehn Prozent.
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Das Neuenmarkter Bahnhofsgebäude wurde von 1846 bis 1848 errichtet. Heute steht es unter Denkmalschutz. Wie Bürgermeister Siegfried Decker bei einem Ortstermin erklärte, sollen darin wieder eine Bahnhofsgaststätte mit Kiosk und Serviceangeboten für Bahnreisende, Ausstellungsräume für Museumszwecke, Wohnungen und Appartements entstehen.  Foto: Werner Reißaus
Das Neuenmarkter Bahnhofsgebäude wurde von 1846 bis 1848 errichtet. Heute steht es unter Denkmalschutz. Wie Bürgermeister Siegfried Decker bei einem Ortstermin erklärte, sollen darin wieder eine Bahnhofsgaststätte mit Kiosk und Serviceangeboten für Bahnreisende, Ausstellungsräume für Museumszwecke, Wohnungen und Appartements entstehen. Foto: Werner Reißaus

Das Bahnhofsgebäude wird mit mit einem Kostenaufwand von 4,5 Millionen Euro saniert. In dem Projekt sind auch das Sozialgebäude und die historische Güterhalle enthalten. Die Regierung von Oberfranken hat inzwischen eine Förderung von knapp 3,4 Millionen Euro bewilligt.

Die reinen Baukosten werden auf rund 3,4 Millionen Euro geschätzt. Hinzu kommen noch die Baunebenkosten von knapp 1,14 Millionen Euro. Im Rahmen der Förderoffensive Nordostbayern soll das seit 2005 leerstehende Bahnhofsgebäude einer neuen Nutzung zugeführt werden. Der denkmalgeschützte und ortsbildprägende Komplex wird nur noch teilweise von der Deutschen Bahn genutzt. Der DDM-Zweckverband hat es sich zur Aufgabe gemacht, ihn zu sanieren. Die Gemeinde Neuenmarkt beteiligt sich mit zehn Prozent an der Finanzierung der förderfähigen Kosten, maximal jedoch mit 400 000 Euro. Alle weiteren Eigenmittel übernimmt der Zweckverband.

"Der Bahnhof hat als Eingangstor für unsere Gemeinde eine große gestalterische und historische Bedeutung. Die umfangreichen Bahnanlagen prägen in hohen Maßen unser Ortsbild", sagte Bürgermeister Siegfried Decker (NG) bei einem Ortstermin. Von der Sanierung verspreche er sich viele Impulse für die Gemeinde.

Dem pflichtet auch die Regierung von Oberfranken bei, die in ihrem Förderbescheid feststellt: "Nur durch die hohe Bezuschussung in der Förderoffensive Nordostbayern lässt sich diese für den Ort auch städtebaulich so wichtige Maßnahme finanziell stemmen. Das Deutsche Dampflokomotiv-Museum genießt das Ansehen weit über die Region hinaus und ist ein attraktiver Baustein des oberfränkischen Tourismus."

Bezirkstagspräsident Henry Schramm sprach davon, dass die gesamte Region profitieren wird: "Das DDM ist ein Museum von herausragender Bedeutung. Der Bezirk Oberfranken freut sich einfach, dass alles so gut funktioniert hat."

Landrat Klaus Peter Söllner (FW) verwies auf die lange Vorlaufzeit: "Wir sind dem Bezirk sehr dankbar, dass er letztendlich eingewilligt hat, das Objekt für unser Museum zu kaufen."

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