Heßdorf

Der Feinschliff folgt in den Ferien

Die Sanierung der Grundschule in Hannberg soll bis Anfang September weitgehend abgeschlossen sein.
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Noch bevölkern die Handwerker das Areal der Grundschule, aber Planer, Bürgermeister und Verwaltung sind zuversichtlich, dass das neue Schuljahr in den sanierten Räumen beginnt. Foto: Richard Sänger
Noch bevölkern die Handwerker das Areal der Grundschule, aber Planer, Bürgermeister und Verwaltung sind zuversichtlich, dass das neue Schuljahr in den sanierten Räumen beginnt. Foto: Richard Sänger

Die Erweiterung der Kinderkrippe in Hannberg nahm eine weitere Hürde. In der jüngsten Sitzung des Heßdorfer Gemeinderats erläuterte Architekt Mario Bodem dem Gremium den aktuellen Planungsstand und die Gesprächsergebnisse mit Landratsamt und Regierung.

Anhand einer Power-Point-Präsentation stellte Bodem drei verschiedene Variantenlösungen vor. Bisher sei nach der Raumanordnung vorgesehen, den Gruppen- und Ruheraum der bisherigen Bibliothek anzuordnen, außerdem müssen zusätzliche Garderoben geschaffen werden. Das Konzept wurde bereits mit den Krippenbetreibern und mit dem Landratsamt inhaltlich abgestimmt.

In der Abstimmung mit der Regierung von Mittelfranken habe sich allerdings eine etwas komplizierte Fördersituation ergeben, denn ein Teil der Räume ist bereits in der Schulförderung enthalten. Das aktuelle Sonderförderprogramm greife nicht für die neu zu errichtenden Räume. Deshalb entwickelte der Planer eine optimierte Variante, die nicht in die bereits hergestellten Räume eingreift und nach Aussage des Planers von den Fachbehörden für zustimmungs- und genehmigungsfähig gehalten wird.

Da die bestehende Dachfläche nicht nach den Maßgaben der Brandschutzklasse F 30 hergestellt ist, soll sie komplett erneuert und gedämmt werden.

Außenanlagen werden erweitert

Die Kosten schätzt Mario Bodem vorbehaltlich gewisser Unwägbarkeiten in der Haustechnik auf rund 250 000 Euro. Auch die Außenanlagen müssen erweitert werden. Der diesbezügliche Flächenbedarf liegt bei zehn Quadratmeter pro Kind. Mit der notwendigen Erweiterung der Außenanlagen sowie der Dachsanierung schätzt der Architekt die Gesamtkosten auf rund 400 000 Euro. Das vorgestellte Konzept wurde vom Gemeinderat positiv aufgenommen und der Planer wurde beauftragt, die weiteren Schritte einzuleiten.

Die Sanierung der Grundschule in Hannberg macht ebenfalls große Fortschritte, Bürgermeister Horst Rehder und Architekt Bodem sind zuversichtlich, dass die Räume mit Beginn des Schuljahres 2019/2020 wieder bezogen werden können. Der Gemeinderat musste sich auf der Zielgeraden aber noch mit einigen Nachträgen beschäftigen, unter anderem mit einem Nachtrag des Bauunternehmens Lukas in Höhe von rund 20 000 Euro für Arbeiten im Außenbereich zwischen den beiden Bauabschnitten. Die Hangbefestigung in diesem Bereich musste anders als ursprünglich geplant ausgeführt werden. Anstelle der Abböschung in Nord/Süd-Richtung mit 50 x 50 cm Winkelsteinen musste die Böschung in Ost/West-Richtung statisch wirksam abgefangen werden. Dazu mussten größere Winkelsteine mit entsprechender Gründung gesetzt werden. Um die Befüllkontrolle des Pelletlagers zu gewährleisten, musste zudem eine Brandschutzklappe für rund 2500 Euro eingebaut werden, da sich die vorgesehene Tür nicht als zweckmäßig erwies.

Auch zur abgehängten Decke in der Turnhalle wurde dem Gemeinderat ein Nachtrag der Holzbaufirma Wunner empfohlen. Gegen die Befestigung der abgehängten Decke an der vorhandenen Dachkonstruktion bestehen Bedenken. Obwohl die alte Decke an die Hohlblockdecke gedübelt war, kann die neue Decke aus statischen Gründen nicht in gleicher Weise verankert werden. Es muss eine Balkenlage zwischen die vorhandenen Spannbetonbinder als Unterkonstruktion für die abgehängte Decke eingezogen werden, was knapp 12 000 Euro Mehrkosten verursachen wird.

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