Lichtenfels
Figurentheater

Der Drache drehte eine Ehrenrunde mitten durchs Publikum im Stadtschloss

Was haben trödelnde kleine Raben, Ringelsocken und ein Drache gemeinsam? Sie kommen alle im Theaterstück für jüngere Kinder "Der kleine Rabe Socke - alles v...
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Jetzt kommt der Drache: So sieht Theater zum Anfassen aus.  Foto: V. Tordai
Jetzt kommt der Drache: So sieht Theater zum Anfassen aus. Foto: V. Tordai
Was haben trödelnde kleine Raben, Ringelsocken und ein Drache gemeinsam? Sie kommen alle im Theaterstück für jüngere Kinder "Der kleine Rabe Socke - alles verlaufen" vor, das im Stadtschloss aufgeführt wurde. Dass der Drache dann noch eine Ehrenrunde durch das Publikum drehte, sorgte für staunende Kinderaugen.
Einer der zwei Puppenspieler des Theaters Rabenberg erklärt, dass es um einen echten "Trödelfritzen" gehe. Viel "Liebe und Herzblut" steckt in den Bühnenbildern und Requisiten, die das Zweimannunternehmen bemalt und angefertigt hat. Die farbenfrohen Puppen sind bis ins letzte Detail gestaltet und Unikate. Die Kulissen geben jeder Szene eine besondere Note. Man sieht idyllische Wiesen, aber auch unheimliche Wälder, je nach Handlungsabschnitt. Untermalt wird das Stück hin und wieder von fröhlicher Musik, die oft sogar komödiantische Effekte erzeugt.
Am Anfang erfahren die jungen Zuschauer, dass der wichtige Wecker von Frau Dachs spurlos verschwunden ist. Die Hühner verschlafen deshalb, und ein kleptomanischer Rabe steht als Uhrendieb gleich unter Verdacht - zu Recht. Da wird ihm "Nestarrest" angedroht, und er bekommt einen Auftrag: Er soll einen Brief zur Frau Eule bringen. Das soll so schnell wie möglich geschehen. Nur ist der kleine Rabe Socke ein ausgemachter Faulpelz, der schon mal die wildesten Ausreden vorträgt, wenn er mal wieder zu spät kommt. Sogar seiner Ringelsocke gibt er die Schuld daran.


Kröten und Kürbisse

Unterstützung bekommt er bei seinem Auftrag zwar von seinen Freunden Eddie Bär und Wolle, dem Schaf, aber auch die sind heillos überfordert, Socke zum schnellen Laufen ohne Pause zu bewegen. Bei jedem Kulissenwechsel gibt es nebenbei hüpfende Kröten und Kürbisse zu bestaunen, die für Lacher im Publikum sorgen. Die kleinen Zuschauer werden oft einbezogen. Im Chor rufen sie die Antworten auf die Fragen. Das geht leider nicht immer gut. So hätte der kleine Rabe Socke auf Zurufe der Kinder beinahe einen Fliegenpilz verspeist. Aber er erinnert sich und die Kinder gerade noch rechtzeitig daran, dass diese giftig sind.
Dann geht es auch noch in den Finsterwald, in dem sich prompt verlaufen wird. Hier kommt auf wundersame Weise das Trödeln unserem Lieblingsraben zugute. Er kann seinen verdutzten Freunden den Weg aus dem Wald heraus zeigen.


Die Moral von der Geschichte

Und die Moral von der Geschichte: sich lieber Zeit lassen, statt kopflos durch die Gegend zu hetzen. Nach der Vorstellung durften dann noch einzelne Requisiten bewundert und untersucht werden.
Zum Beispiel die prächtige Drachenpuppe aus dem Finsterwald, um die noch längere Zeit eine dichte Traube aus Kindern stand, die ehrfürchtig den Drachenkopf und seinen Wanst betasteten. Wer wissen will, wie es weitergeht, kann dies in den Büchern vom kleinen Raben Socke nachlesen. vat
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