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Steinwiesen

Der Computer als Arzthelfer

In Steinwiesen stellte Andreas Hamper vom Fraunhofer-Institut das Projekt "Digitales Gesundheitsdorf" vor. Im kommenden Jahr sollen auch Steinwiesener Haushalte daran teilnehmen.
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Andreas Hamper vom Fraunhofer Institut informiert über das Digitale Gesundheitsdorf, links Bürgermeister Gerhard Wunder. Foto: Deuerling
Andreas Hamper vom Fraunhofer Institut informiert über das Digitale Gesundheitsdorf, links Bürgermeister Gerhard Wunder. Foto: Deuerling

Susanne Deuerling Andreas Hamper vom Fraunhofer-Institut stellte in der Bürgerversammlung in Steinwiesen das "Digitale Gesundheitsdorf" vor. Gerade in der Zeit des Ärztemangels sei es sinnvoll, mögliche Untersuchungen wie Blutdruckmessung, Gewichtsüberwachung oder Schlafüberwachung von zu Hause aus durchzuführen.

Und so soll es funktionieren: Im eigenen Haus befindet sich der Computer, der mit einer Kommunikationsplattform vernetzt ist und so die Daten an den Hausarzt, Ehrenamtliche und den Pflegedienst weiterleitet, je nachdem, wer gebraucht wird.

Im nächsten Jahr sollen auch ausgewählte Haushalte in Steinwiesen in das Projekt eingebunden werden und technische Assistenzsysteme installiert werden. Alle Bürger können Teil des Projektes werden. Dazu wird es dann auch eine Umfrage geben. Diskussionsrunden und Infonachrichten im Mitteilungsblatt werden folgen.

Wer jetzt schon Interesse hat, kann sich bei Martina Simon vom Fraunhofer Institut melden (Telefon 0911/580619589 oder per E-mail martina.simon@scs. fraunhofer.de).

Susanne Michel lobte in der Bürgerversammlung die Bademeister und Verantwortlichen des Freibades. In diesem Jahr habe alles gestimmt: Wassertemperatur und die Betreuung seien einfach gut gewesen.

Reinhard Beierkuhnlein fragte wegen der enormen Wildschäden in der Rögnitz und möglicher Ausgleichszahlungen nach. Bürgermeister Wunder erklärte, dass man die Jagdschäden in der Gemeinde melden müsse. Diese leitet es dann weiter an die Jagdgenossenschaft, die wiederum die Schäden reguliert.

Barbara Tkocz reklamierte im Hinblick auf die Lichtverschmutzung, dass die vielen Leuchten an der Rodach (Bereich Beierswehr) die ganze Nacht hindurch brennen. Bürgermeister Wunder entgegnete, dass die Lichter zur Sicherung des Flusses da seien. Deren Helligkeit werde bereits um 22 Uhr um 50 Prozent reduziert.

Ein immer wiederkehrendes Anliegen von Barbara Tkocz ist ein Fußgängerüberweg im Bereich "Fritzla" oder "Grüner Baum". Das Überqueren sei ein Spießrutenlauf. Bürgermeister Wunder musste jedoch wieder eine Absage erteilen, die Angelegenheit sei bereits etliche Male von der Polizei und dem Landratsamt geprüft und Maßnahmen für nicht notwendig befunden worden.

Winfried Beierlorzer fragte nach, was aus dem Projekt Mehrgenerationenspielplatz geworden sei, der in der Dr.-Josef-Müller-Straße entstehen sollte. Es seien Spenden geflossen, und nun höre man nichts mehr. Das Projekt sei zwar noch da, sagte Wunder, aber in der Gemeinde sei nichts eingereicht worden. Wenn das Projekt nicht realisiert wird, müssten die Spender gefragt werden, was mit dem Geld geschehen soll.

Lothar Höhn sprach die Heizung in der alten Turnhalle an. Besonders am Samstag würden viele Gruppen dort trainieren und üben. Es sei jedoch sehr kalt in der Halle, weil am Wochenende nicht geheizt werde. Gerhard Wunder entgegnete, dass eigentlich alles geregelt sei, man müssen nur den Hausmeister informieren. Auch die Belegung müsse gemeldet werden. "Es ist alles machbar, Anruf bei mir oder dem Hausmeister und vor allem die Uhrzeit melden, dann kann er sich auch danach richten".

Rücksichtslose Parker

Heinz Heckelt sprach die Parksituation zum Beispiel in der Bahnhofstraße/Kreuzung Ankerstraße an. Es würden keine Verkehrsregeln beachtet, kein Mindestabstand eingehalten, und alles werde zugeparkt, obwohl in der Bahnhofstraße Parkplätze vorhanden seien. Gerhard Wunder meinte, hier könne nur ein Appell an die Bürger helfen.

Christian Kremer von der Feuerwehr Steinwiesen betonte, dass man mit den Feuerwehrfahrzeugen am Mühlberg oftmals Schwierigkeiten habe, durchzukommen. Das gelte auch für etliche zugeparkte Straßen im Tal, und sogar neben dem Feuerwehrhaus sei oftmals kein Durchkommen. Er bat darum, hier einen Appell an die Bevölkerung zu richten.

Helmut Michel fragte nach, wie teuer der Radweg vom Hotel bis in den Ort kommt und warum das überhaupt sein müsse. Gerhard Wunder erklärte, dass dieser Weg weniger Gefahren berge. Außerdem solle später noch ein Wasserspielplatz das Ganze vervollständigen. Die Kosten bezifferte Wunder 320 000 Euro. Die Hälfte davon werde für eine Brücke benötigt.

Mehr Arbeitsplätze

Vor den Bürgerfragen hielt der Bürgermeister allgemeine Informationen parat. Erfreulich sei, dass Steinwiesen Heimatdorf 2019 geworden sei. Die Zahl der Arbeitsplätze in der Gemeinde sei seit 2009 von 649 auf 751 gestiegen. Die Besucherzahlen im Erlebnisbad gingen auch etwas nach oben, freute sich Wunder. Die Einwohnerentwicklung sei hingegen rückläufig. Mit Stand vom 1. November betrug die Einwohnerzahl 3441.

Die Grundschule ist gesichert, teilte der Bürgermeister mit. Mit vier Klassen und insgesamt 88 Schülern stehe die Grundschule ganz gut da. In einem Investitionsprogramm würden Innenhof und Hartsportplatz saniert. Zudem werde ein weiterer Eingang Richtung Blumenstraße geschaffen. Somit bestehe die Möglichkeit, bei weiter zurückgehenden Schülerzahlen die Gebäude sinnvoll zu trennen und andere Nutzungen zu ermöglichen. Die Kinderbetreuung ist laut Wunder gesichert. In Steinwiesen gibt es 60 Regelplätze, sechs integrative Kinderplätze sowie 18 Krippenplätze. In Neufang 30 Plätze für Regelkinder und 18 für Krippenkinder.

Zukunft für die alte Halle

Mit Blick in die Zukunft teilte Wunder mit, dass für die alte Turnhalle eine Machbarkeitsstudie erstellt werde und ein Wettbewerb ausgeschrieben worden sei. Bis Ende 2022 soll die Halle in neuem Glanz erstrahlen. Das Freibad, gemeindliche Mietwohnungen und das neue Fahrzeug der Steinwiesener Wehr werden in diesem Jahr weitere Themen sein.

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