Zapfendorf
Baggerarbeiten

Der Aspach soll wieder natürlicher werden

Wer aktuell von Kirchschletten nach Oberoberndorf fährt, kann sehen, dass unweit der Straße gebaggert wird. Besonders am vergangenen Sonntag, als in Oberoberndorf der traditionelle Apfelmarkt stattfan...
Artikel drucken Artikel einbetten
Karl Saueressig (links) vom ALE erläutert die Renaturierungsmaßnahmen zwischen Kirchschletten und Oberoberndorf. Foto: Johannes Michel
Karl Saueressig (links) vom ALE erläutert die Renaturierungsmaßnahmen zwischen Kirchschletten und Oberoberndorf. Foto: Johannes Michel

Wer aktuell von Kirchschletten nach Oberoberndorf fährt, kann sehen, dass unweit der Straße gebaggert wird. Besonders am vergangenen Sonntag, als in Oberoberndorf der traditionelle Apfelmarkt stattfand, dürfte das vielen aufgefallen sein.

Was passiert hier? Im Rahmen des Verfahrens Kirchschletten II läuft aktuell Bauabschnitt Nummer 4: Rund dreieinhalb Kilometer Wege werden ausgebaut, und auch die Renaturierung des Aspachs ist ein großes Thema.

Optisch wird es sicher einige Jahre dauern, bis die vielen Bäume, die zwischen Kirchschletten und Oberoberndorf neu gepflanzt werden, ihre volle Wirkung entfalten. Platziert werden sie rund um den Aspach, der hier fließt und Oberoberndorf und Kirchschletten miteinander verbindet.

Die Ziele sind: Die Fließgeschwindigkeit soll reduziert, Wasserrückhaltungen sollen ergänzt werden. Durch die Engstellen und den wieder mehr natürlichen Bachlauf entsteht ein ökologischer, aber auch ein optischer Mehrwert.

Wegebau ist großes Thema

Apropos Mehrwert: Nicht nur die Bachrenaturierung, sondern auch der Wegebau ist ein großes Thema im vierten Bauabschnitt. Aktuell werden rund 2,1 Kilometer Asphalt- und 1,5 Kilometer Pflasterwege gebaut. In den Gesamtkosten finden sich die Wege mit 1,2 Millionen Euro und die Bachrenaturierung als Ausgleichsmaßnahme mit rund 100 000 Euro wieder.

Insbesondere durch die größeren landwirtschaftlichen Maschinen, denen die Wege aus den 1970er Jahren, als die Flurbereinigung erfolgte, nicht mehr gewachsen sind, ist ein Ausbau nötig. So werden die Wege dreieinhalb Meter breit; hinzu kommt an den Seiten ein befestigtes Bankett mit jeweils einem Meter Breite.

Lob des Bürgermeisters

Aber nicht nur die Landwirtschaft profitiert. Gleich neben dem Aspach entsteht durch den Ausbau ein befestigter Verbindungsweg zwischen Oberoberndorf und Kirchschletten, der auch von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden kann.

Zapfendorfs Bürgermeister Volker Dittrich (AfZ), der sich beim Spatenstich für die Maßnahme ein Bild vor Ort machte, lobte die aktuelle Planung sowie die Arbeit der vergangenen Jahre.

In den Bauabschnitten 1 bis 3 wurden bereits 5,6 Kilometer Feld- und Waldwege ausgebaut, und ungefähr 1,5 Millionen Euro wurden schon investiert.

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren