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Der ASB übernimmt auch weiterhin den Transport

Den individuellen Fahrdienst des Arbeiter-Samariter-Bundes in Stadt und Landkreis Coburg wird es auch in Zukunft geben. Nachdem der ASB den Linienverkehr für behinderte Kinder zur Schule "Am Hof-garte...
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Um Menschen mit Behinderung die Teilhabe am sozialen Leben zu ermöglichen, betreibt der Arbeiter-Samariter-Bund seit mehr als drei Jahrzehnten einen Fahrdienst in Stadt und Landkreis Coburg. Er wird immer öfter gebraucht.  Foto: Christoph Winter
Um Menschen mit Behinderung die Teilhabe am sozialen Leben zu ermöglichen, betreibt der Arbeiter-Samariter-Bund seit mehr als drei Jahrzehnten einen Fahrdienst in Stadt und Landkreis Coburg. Er wird immer öfter gebraucht. Foto: Christoph Winter

Den individuellen Fahrdienst des Arbeiter-Samariter-Bundes in Stadt und Landkreis Coburg wird es auch in Zukunft geben. Nachdem der ASB den Linienverkehr für behinderte Kinder zur Schule "Am Hof-garten" auf der Bertelsdorfer Höhe und zur Mauritius-Schule in Ahorn nicht mehr bedient - es hat einen Anbieterwechsel gegeben, tritt Thomas Schwesinger Gerüchten entgegen, der Fahrdienst werde gänzlich eingestellt. "Es ist richtig, dass wir nach vielen Jahren bei der letzten Ausschreibung für den Linienverkehr beim Diakonischen Werk nicht mehr zum Zug gekommen sind, das hat aber mit dem Fahrdienst für behinderten Menschen nichts zu tun."

Für den Geschäftsführer des ASB-Regionalverbandes Coburg ist das Zustandekommen von Gerüchten über den Individual-Fahrverkehr zum Teil nachvollziehbar: "Alle unsere Fahrzeuge haben das gleiche Design, da werden schnell die Fakten durcheinander geworfen." Den individuellen Fahrdienst mit der Zentrale im Coburger Stadtteil Creidlitz betreibt die Wohlfahrtsorganisation seit mehr als drei Jahrzehnten.

Bis in die Praxis oder die Wohnung

Nach den Worten des ASB-Geschäftsführers wächst die Nachfrage hier stetig. Im Vergleich zum vergangenen Jahr sind die mit einem Fahrstuhl-Lift oder Rampen ausgerüsteten Kleinbusse immer öfter angefordert und bestellt worden. "Wir haben inzwischen 2300 Fahrten im Monat, das sind 200 mehr als im Jahr 2018, stellt ASB-Fahrdienstleiter Rüdiger Fischer fest.

Das liege einerseits an der älter werdenden Gesellschaft, zum anderen haben Familienangehörige, so sie vor Ort wohnen, kaum mehr Zeit, ihre betagten Eltern zum Arzt oder zu Besorgungen zu fahren. Auch die Fahrten von Seniorenheim-Bewohnern zum Arzt und zurück werden mehr. Die reine Fahrzeit ist meist der geringere Teil des ASB-Angebots: "Wir bringen unsere Fahrgäste bis in die Arztpraxis oder in die Wohnung, einerlei, ob sie im Rollstuhl sitzen, die dritte Etage erreicht werden muss und ob es einen Aufzug gibt oder nicht", so Rüdiger Fischer.

Auch Patienten, die aus einem Krankenhaus entlassen und liegend transportiert werden müssen, können auf den Fahrdienst des Arbeiter-Samariter-Bundes zurückgreifen. Auch mobilitäts-eingeschränkte Fahrgäste der Bahn werden vom Bahnsteig abgeholt oder zum Zug gebracht. Daher ist bei 90 Prozent der Fahrten ein zweiter ASB-Mitarbeiter dabei.

Für den Individual-Fahrverkehr setzt der ASB-Coburg aktuell 42 Fahrzeuge ein, die in Stadt und Landkreis Coburg sowie im nördlichen Landkreis Lichtenfels unterwegs sind. Dabei werden etwa 720 000 Kilometer im Jahr zurückgelegt. "Das sind alles hauptamtliche Mitarbeiter", erklärt Geschäftsführer Schwesinger. Im Linienverkehr seien ausnahmslos geringfügig Beschäftigte oder Ruheständler eingesetzt gewesen, "die uns zuverlässige und geschätzte Mitarbeiter waren, für die wir aber leider keine Arbeit mehr haben". ct

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