Trebgast

Denker oder Kindskopf?

Wer war Wolfgang Amadeus Mozart? Eine Antwort gibt es am 29. Juni auf der Trebgaster Naturbühne bei einem der 13 Gastspiele in dieser Theatersaison.
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Mozart wird in Trebgast auch auf Antonio Salieri treffen. Foto: privat
Mozart wird in Trebgast auch auf Antonio Salieri treffen. Foto: privat

Die Proben auf der Naturbühne Trebgast sind in vollem Gange. Kein Wunder, denn bis zu den Premieren des Klassikers "Pygmalion" (17. Mai), des Kinderstücks "Pippi im Taka-Tuka-Land" (24. Mai), des Schauspiels "Die Wanderhure" (7. Juni) und des Volksstücks "Das sündige Dorf" (14. Juni) ist nicht mehr viel Zeit.

Neben den vier Eigenproduktionen bietet die Naturbühne zur Ergänzung noch 13 Gastspiele, bei denen der Bogen von Comedy und Kabarett über Pop- und Volksmusik bis zu A-Cappella-Auftritten gespannt wird. Die Well-Brüder, Wolfgang Buck, die Gruppen "Waldschrat", "4 Soul" und "Six-Pack" sowie Helmut Schleich sind Garanten für stimmungsvolle Abende vor einer herrlichen Felsenkulisse.

Auf ein echtes Schmankerl weist die Naturbühne besonders hin: Am 29. Juni gibt es "Fränkisches Theater & Musik aus Sachsen". Schauspieler der Naturbühne treffen auf ein Orchester aus Werdau im Kulmbacher Partnerlandkreis Zwickauer Land. In Wort und Ton dreht sich dann abwechselnd alles um das Thema Mozart.

"Mozarts Musik ist so rein und schön, dass ich sie als die innere Schönheit des Universums selbst ansehe", schrieb einst Albert Einstein. Aber wer war dieser Wolfgang Amadeus Mozart? War er der geniale Kindskopf? Schaut man sich die "Bäsle-Briefe" an, möchte man das meinen.

Franken und Sachsen

Oder war Mozart der tiefe Denker, der schon in jungen Jahren den Tod als den wahren Endzweck verstand und ihn als etwas Tröstendes annahm? Mit "Mozart - Fränkisches Theater & Musik aus Sachsen" wird das Publikum auf eine Reise durch Mozarts Leben mitgenommen.

Antonio Salieri, Kapellmeister der kaiserlichen Hofmusikkapelle, wird von Mozarts Leben, seinem Wirken und auch seinen Verfehlungen erzählen. Intrigen und Missgunst lassen Mozart in Wien zum Spielball Salieris werden.

Das "Collegium Musicum Werdau" ist ein sinfonisches Liebhaberorchester mit 35 Musikern unter der Leitung von Professor Georg Christoph Sandmann. Der leitete im Juli 2017 im Rahmen der Bayreuther Festspiele mit Christian Thielemann den ersten Meisterkurs "Dirigieren" der Festspiele, der in den kommenden Jahren fortgesetzt wird.

Auf der Naturbühne werden Mozart-Werke zu Gehör gebracht, darunter Ausschnitte aus der "Zauberflöte" und der "Hochzeit des Figaro", die Titus-Ouvertüre sowie Sätze aus der Haffner- und der großen G-Moll-Sinfonie. Vervollständigt wird dieser Abend von zwei Darstellern aus dem Ensemble der Naturbühne, die als Salieri und Mozart Ausschnitte aus seinem Leben darstellen.

Vor der herrlichen Kulisse der Trebgaster Naturbühne erwartet die Besucher ein Klassik-Konzert der besonderen Art, das sie sich nicht entgehen lassen sollten.

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