Lichtenfels
Natur

Den Igeln hat die trockene Witterung sehr zu schaffen gemacht

Den Igeln geht es sehr schlecht. Sie verhungern und verdursten buchstäblich nach der langen Trockenheit. Darauf weist Marion Damm, Vorsitzende des LBV- Kreisgruppe, hin. "In den letzten Wochen bekam i...
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Katzenfutter wird besonders gerne von Igeln jetzt in der Notzeit angenommen.  Foto: Christa Schröder
Katzenfutter wird besonders gerne von Igeln jetzt in der Notzeit angenommen. Foto: Christa Schröder

Den Igeln geht es sehr schlecht. Sie verhungern und verdursten buchstäblich nach der langen Trockenheit. Darauf weist Marion Damm, Vorsitzende des LBV- Kreisgruppe, hin.

"In den letzten Wochen bekam ich einige ältere Tiere gebracht, die total ausgetrocknet und ausgehungert waren. Den meisten davon konnte auch mit Infusionen beim Tierarzt nicht mehr geholfen werden", sagt die engagierte Tierschützerin. Das steinharte, ausgetrocknete Erdreich mache es den Igeln zurzeit sehr schwer, Regenwürmer und andere Bodentiere zu finden. Da die Feuchtigkeit in diesem Sommer auch nachts gefehlt hat, seien fast keine Nacktschnecken zu finden. Die wenigen Regenfälle der letzten Zeit hätten den Boden nur sehr oberflächlich befeuchtet. Die Sonne habe anschließend schnell wieder für Abtrocknung gesorgt. Unter Bäumen und Sträuchern sei ohnehin fast kein Tropfen Regen vorgedrungen, berichtet Marion Damm.

Flache Wasserstellen anbieten

"Es ist wichtig, dem Igel flache Wasserstellen im Garten anzubieten. So sind bodennahe Granit- oder Tonschalen laufend zu reinigen und mit Frischwasser aufzufüllen. Auch Gartenteiche mit flachen Uferzonen sind zum Trinken ideal. Bei steilen Wänden kann sich der Igel auch als guter Schwimmer nicht mehr hochziehen und muss dann elendig ertrinken", resümiert die Vorsitzende. Ein Schälchen Katzenfutter würden die stacheligen Freunde gerne annehmen. Zudem könne man spezielles Igelfutter in gut sortiertem Fachhandel erwerben. "Auf keinen Fall ist Milch anzubieten. Igel vertragen nämlich die Laktose nicht und bekommen dann Durchfall, der sogar tödlich enden kann. Auch gewürzte Speisen tun dem Stacheltier nicht gut. Der Igel ist übrigens ein Fleischfresser; auch wenn er manchmal überreifes Obst frisst. Nur mit Obst allein kommt er nicht über die Runden", sagt die erfahrene Igelbetreuerin.

Im Moment seien die Igel immer noch dabei, ihre Jungen großzuziehen. Deshalb richtet Marion Damm an alle Gartenbesitzer die Bitte, keine Reisighaufen oder ähnliche Strukturen aufzuräumen, da diese gern als Igelstuben angenommen werden. Auch sollte man Gruben und offene Lichtschächte abdecken, da in diesen immer wieder junge Tiere verenden.

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