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Mühlhausen
Lesermeinung

Den "gekauften Wähler" unter vier Augen ausdiskutieren

Zum Leserbrief "Der gekaufte Wähler" von Roland Braun vom 20. März ging dieses Schreiben in der Redaktion ein: Zum "gekauften Wähler" muss man erwähnen, dass gerade die frisch installierte CSU-Ortsver...
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Zum Leserbrief "Der gekaufte Wähler" von Roland Braun vom 20. März ging dieses Schreiben in der Redaktion ein: Zum "gekauften Wähler" muss man erwähnen, dass gerade die frisch installierte CSU-Ortsverbandsorganisation damals die ersten Brötchen am Wahlsonntag vor Jahrzehnten an den Türklinken der Wähler platziert hatte.

Lieber Roland, wenn du meinst, die Wähler in Mühlhausen lassen sich nicht auf Brötchen und Bratwurst reduzieren, dann reduzierst nur du dich auf Bratwurst und Brötchen.

Ich darf mich als Insider der gemeindlichen Politik der Marktgemeinde der vergangenen Jahrzehnte - seit Mitte der 90er Jahre - bezeichnen. Alleine die Tatsache, dass nur zwölf echte Listenunterstützer dem Bürgermeister folgten, haben bei mir ein Ausrufezeichen gesetzt, wie wohl die Wahl ausgeht.

Die Aktivitäten der FW mussten in meinen Augen schon sein, wie sollte man denn sonst auf sich aufmerksam machen. Dass es so ausgeht, hat mich fast in Schockstarre versetzt.

Wenn ich hier meine Anliegen gegenüber der Gemeindeführung anbringen würde, würde eine FT-Seite locker gefüllt werden und die Verantwortlichen sich wünschen: "Wenn er nur ruhig sein würde."

Aber ich bin gnädig. Bei der letzten Wahl 2014 waren schon so viel entwertete Stimmzettel beim Auszählen zu finden, die vermuten ließen, dass doch nicht "alle zufrieden sind mit der Regierung" und vor allem dem "Chefe" im Dorf.

Ich denke, wenn der richtige Kandidat sein schwelendes Vorhaben, zu kandidieren, gezündet hätte, wäre der Chef im Rathaus locker heute ein anderer. Man hat ja das Ergebnis vom "Nobody" Schüpferling erleben dürfen.

Was mich am meisten an der Politik in Mühlhausen stört, ist die Schuldenmacherei auf Gedeih und Verderb der bürgerlichen Geldbeutel, die so belastet sind, dass das Landratsamt es verbietet, die Abgaben noch weiter zu erhöhen; dass Lösungen nur von der Stange gelten, in erster Linie wegen der Zuschussgeberei, ein Steckenpferd vom Bürgermeister (siehe Kindergartenneubau).

Für mich würde gelten so viel wie nötig und nicht wie möglich Geld auszugeben. Kritik anzubringen ist das Leichteste, darum bin ich lieber ruhig.

So, lieber Roland, du als in meinen Augen Nichtwissender, können wir uns gern mal unter vier Augen unterhalten, warum die Wahl in Mühlhausen für so eine Überraschung gesorgt hat. Herbert Pickel, Mühlhausen

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