Kulmbach

Den Beruf kennenlernen

Am Samstag findet im beruflichen Schulzentrum die 29. Ausbildungsmesse statt. 127 Aussteller werden vor Ort sein und den Schülern praktische Einblicke in die verschiedensten Branchen bieten.
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Interessierte Schüler können sich bei der Ausbildungsmesse direkt bei Firmen informieren. Celina Schreiber aus Wirsberg übte zum Beispiel im vergangenen Jahr unter Anleitung von Metallbauer Jan Fiedler von der Firma Dornhöfer an einer Standbohrmaschine. Foto: Archiv/Stephan Stöckel
Interessierte Schüler können sich bei der Ausbildungsmesse direkt bei Firmen informieren. Celina Schreiber aus Wirsberg übte zum Beispiel im vergangenen Jahr unter Anleitung von Metallbauer Jan Fiedler von der Firma Dornhöfer an einer Standbohrmaschine. Foto: Archiv/Stephan Stöckel

Am kommenden Samstag, 20. Oktober, findet von 10 bis 14 Uhr im beruflichen Schulzentrum die 29. Kulmbacher Ausbildungsmesse statt. Veranstaltet wird sie vom Landkreis Kulmbach und dem Arbeitskreis Schule-Wirtschaft.

Die Rekordzahl von 123 Ausstellern vom vergangenen Jahr wurde nochmals überboten: Dieses Mal bilden 127 Aussteller eine Plattform für Informationsaustausch und gegenseitiges Kennenlernen für Schüler und Unternehmen aus allen Sparten der Wirtschaft, egal ob Handwerk, Handel, Industrie, Dienstleister, Sozialeinrichtungen, Behörden und Bildungseinrichtungen.

Ausbildungsmöglichkeiten

Das Informationsangebot für junge Leute umfasst die klassische Ausbildung im Betrieb und erste Praxiseindrücke bis hin zur schnellen Ausbildung und dem Dualen Studium.

Die Ausbildungsmesse hat eine hohe Berechtigung, wie Landrat Klaus Peter Söllner feststellt: "Wir in Kulmbach sind stolz darauf, das Original zu sein, denn inzwischen haben uns viele nachgeeifert. Wir haben eine große Ausbildungsmesse, die nach wie vor Stil hat. Die moderne Gesellschaft und Berufswelt verändern sich ständig, trotzdem ist die Ausbildungsmesse noch genauso wichtig wie in den ersten Jahren ihres Bestehens."

Plan für die Zukunft

Söllner sieht einen Grund für die steigende Zahl der Aussteller im Fachkräftemangel und gab sich überzeugt, dass die Ausbildungsmesse Unternehmen und Ausbildungssuchenden die Chance gibt, gemeinsam einen Plan für die Zukunft zu gestalten, um somit gezielt Fachkräfte zu fördern: "Die Messe ist eine großartige Gelegenheit für junge Menschen, die Leistungsfähigkeit und Vielschichtigkeit der regionalen Wirtschaft und die damit verbundenen vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten kennenzulernen."

Den Messebesuchern werden nicht nur die Unternehmen und Ausbildungsinhalte präsentiert, sondern es stehen vielmehr die Inhaber, Geschäftsführer, Personalchefs, Ausbildungsleiter, Studienberater und nicht zuletzt Auszubildende für persönliche Gespräche und ein erstes Kontaktknüpfen bereit.

In 17 Fachvorträgen werden unterschiedliche Ausbildungsrichtungen und Karrieremöglichkeiten thematisieren. Außerdem können die jungen Besucher in acht Kursen beziehungsweise Workshops, die von Lehrern des beruflichen Schulzentrums betreut werden, selbst erste Hand anlegen.

Dabei zeigen Fachlehrer und Firmen auf, wie der Praxisteil in der Lehre aussieht. Der große Vorteil liegt dabei in der realitätsnahen Darstellung der Ausbildungsberufe.

Lebendige Werkstätten

Oberstudiendirektor Alexander Battistella gab zu verstehen, dass das berufliche Schulzentrum die Ausbildungsmesse sehr gerne durchführt: "Ich denke, sie hat an unserem Schulzentrum auch eine gewisse Qualität, denn die Schüler können vielleicht ihre zukünftige Berufsschule schon einmal von innen sehen und im Vergleich zu einer Messe, die an einem neutralen Ort wie in der Dr.-Stammberger-Halle stattfinden kann, haben wir lebendige Werkstätten. Unsere Schreiner sind da ein hervorragendes Beispiel mit ihrem Leistungs- und Gestaltungswettbewerb, den wir auch durchführen.

Das ist in nahezu allen Werkstätten auch der Fall, und unsere Berufsschule macht ja ihre Werkstätten am Samstag auf. Die Schüler können Materialien in die Hand nehmen und Übungen durchführen. Wir freuen uns, dass die Messe von den Ausstellern so gut angenommen wird und wir sind gerne Partner und Ausrichter."

Der Vorsitzende des Arbeitskreises Schule-Wirtschaft, Michael Pfitzner, verwies darauf, dass sich auch Verantwortliche von Unternehmen in die Karten schauen lassen: "Und wir haben ein Riesenangebotspaket, das es zum einen von den Firmen zu nutzen gilt, die ja in der heutigen Situation darauf angewiesen sind, junge Menschen für ihr Unternehmen zu begeistern. Und wir haben auf der anderen Seite junge Menschen, die sich orientieren sollen und auch mit dem Unternehmen konkret darüber sprechen können, wie sie ihre Berufsorientierung vorwärts treiben können."

Pfitzner dankte besonders dem Landratsamt mit Landrat Söllner an der Spitze und den beiden Organisatoren am Amt, Martin Willert und Louisa Wuttke.

Am Vorabend der Ausbildungsmesse wird in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Rundschau wieder der Kulmbacher Ausbildungspreis verliehen, der dieses Jahr unter dem Motto "Schon digital?" steht.

Digitale Kommunikation

Zur traditionellen Abendveranstaltung spricht am morgigen Freitag, 19. Oktober, Professor Daniel Michelis von der Hochschule Anhalt mit dem Schwerpunkt Digitale Kommunikation.

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