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Kronach
Protestzug

Demo für mehr Klimaschutz

Vom 2. bis 13. Dezember wird in Madrid wieder eine Weltklimakonferenz stattfinden. Im Vorfeld sind für den kommenden Freitag, 29. November, weltweit Aktionen geplant, um den Druck auf die Verantwortli...
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Vom 2. bis 13. Dezember wird in Madrid wieder eine Weltklimakonferenz stattfinden. Im Vorfeld sind für den kommenden Freitag, 29. November, weltweit Aktionen geplant, um den Druck auf die Verantwortlichen für mehr Klimaschutz zu erhöhen. In Kronach startet kommenden Freitag um 13.30 Uhr vor dem Rathaus eine Klimaaktion.

Sich gemeinsam auf den Weg machen und bei sich selbst anzufangen, dies ist ein wesentliches Zeichen, das "Fridays for future" in Kronach am kommenden Freitag setzen will. Es ist auch kein Streik, sondern vielmehr ein Appell zu einem gemeinsamen Aufbrechen, die Welt und die Region für uns und auch für künftige Generationen lebens- und liebenswert zu erhalten. Aber auch an die lokale Politik werden Forderungen gestellt. "Wir können es gemeinsam meistern, wenn wir miteinander sprechen", ist sich Barbara Heinlein, eine der Organisatorinnen der Aktion, sicher.

Das Klimabündnis hat einen Wunschzettel mit konkreten Maßnahmen aufgestellt, der sich an Stadt und Landkreis Kronach richtet. Ziel ist, unsere Region klimaneutral auszurichten. Dazu gehört auch ein behindertengerechter Bahnhof mit Erhalt des dortigen Schalters. Der Demonstrationszug führt dann durch das Bamberger Tor in Richtung Landratsamt. Dort soll der Wunschzettel dem Landrat übergeben werden. Weiter geht es dann am Bahnhof vorbei in die Fußgängerzone.

Eines hat die Fridays-for-Future-Bewegung erreicht: Deutschland diskutiert wieder über die Energiewende. Klimakrise, so Heinlein, das heißt: das größte Artensterben in der Geschichte der Menschheit, immer häufiger auftretende Extremwetterereignisse, die Zerstörung der Lebensgrundlagen weltweit, steigende Meeresspiegel, neue Epidemien, zunehmende Waldbrände. Die Folge: Nahrungsmittelengpässe, Fluchtbewegungen, Dürren und Überflutungen. "Das jetzt alle total auf E-Autos setzen, halte ich für einen völligen Schwachsinn", kritisiert Barbara Heinlein. "Wir bekommen hier saubere Luft, aber dort, wo die ganzen edlen Erden abgebaut werden und alles, was für die Batterien gebraucht wird, haben die Menschen dann mit unserem Dreck zu leben. "Warum bekommt es diese Regierung nicht hin, dass mehr in die Wasserstofftechnik investiert wird?" Außerdem müsse ein Nahverkehrssystem Ziel sein, damit auch hier bei uns die Menschen möglichst auf ein Auto verzichten können. rg