Neuenmarkt

Decker: Gebühren bleiben stabil

In Neuenmarkt können laut Bürgermeister Wasser und Abwasser auf bisherigem Niveau gehalten werden.
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Im Rahmen des Wasserrechtsverfahrens für die Kläranlage See sind in diesem Jahr bauliche Veränderungen notwendigen. Der Werkausschuss hat dafür im Wirtschaftsplan 2019 Finanzmittel von 50 000 Euro vorgesehen. Foto: Werner Reißaus
Im Rahmen des Wasserrechtsverfahrens für die Kläranlage See sind in diesem Jahr bauliche Veränderungen notwendigen. Der Werkausschuss hat dafür im Wirtschaftsplan 2019 Finanzmittel von 50 000 Euro vorgesehen. Foto: Werner Reißaus

Der Werkausschuss hat in seiner Sitzung am Mittwochabend dem Wirtschaftsplan der Gemeindewerke Neuenmarkt zugestimmt - und das einstimmig, obwohl Ulrich Stelter (NG) die verspätete Vorlage deutlich monierte, denn damit konnte bislang auch keine Verabschiedung des Haushaltsplanes 2019 für die Gemeinde Neuenmarkt erfolgen.

Der Wirtschaftsplan 2019 schließt im Erfolgsplan bei den Erträgen mit 639 270 Euro und in den Aufwendungen mit gesamt 840 183 Euro ab. Der Vermögensplan sieht in Einnahmen und Ausgaben 1 958 910 Euro vor. Die wichtigste Nachricht, die der Werkausschussvorsitzende Siegfried Decker dabei verkündete: "Die Gebühren für Wasser und Abwasser bleiben stabil!"

Umfangreiche Inspektionen

Was die Investitionen für das laufende Jahr angeht, verwies Decker auf umfangreiche Inspektionen von älteren Kanälen in der Staatsstraße 2183 im Bereich von Neuenmarkt und Hegnabrunn, denn hier wird das Staatliche Bauamt Bayreuth im Spätsommer dieses Jahres eine Sanierung der Asphaltdecke vornehmen. Bis dahin sollen etwaige Schäden am Kanalnetz behoben sein. Hier ist ein Betrag von 206 000 Euro vorgesehen, denn es sind auch weitere Kanäle im Ortsnetz betroffen. Die Arbeiten wurden bereits an die Firma Drechsler Umweltschutz in Kulmbach, vergeben. Für die Erschließung des Gewerbegebietes "Wirsberger Straße" sind für den Kanalbau 235 000 Euro und für die Wasserversorgung 65 000 Euro angesetzt. Hier handelt es sich um die "Baureifmachung" des Grundstückes für die Diakonieanstalt Neuendettelsau, die dort wie geplant den Neubau einer Werkstatt für die Himmelkroner Heime errichten wird.

Für 2019 ist im Wirtschaftsplan eine Kreditaufnahmen von 1,4 Millionen Euro eingeplant. Weitere Investitionen sind für die Wasserversorgung Neuenmarkt/Hegnabrunn die Restabwicklung für das Baugebiet "Steigengasse" mit 125 000 Euro und die Erneuerung der Wasserleitung in den Bereichen Jägerstraße, Fliederweg und Lindenstraße mit 72 000 Euro. Und im Abwasserbereich fallen diese Summen an: Kanalbau "Steigengasse": 257 500 Euro; Kanalbau "Rosenweg" und fortlaufend bis Einmündung Dorfstraße: 500 000 Euro; Kläranlage See: 50 000 Euro. Der Jahresüberschuss aus den Photovoltaikanlagen beläuft sich auf 4 130 Euro.

Über neun Millionen Euro

Zur Kenntnis genommen wurde vom Werkausschuss ferner der Jahresabschluss für 2017, der eine Bilanzsumme von 9 490 684 Euro und Umsatzerlöse in einer Höhe von 638 169 Euro aufweist. Wie Bürgermeister Siegfried Decker dazu berichtete, wurde der Jahresbericht von der WRS Steuerberatungsgesellschaft mbH aus Memmelsdorf unter Mithilfe der Verwaltung und von Werkleiter Robert Behrendt für die Geschäftszweige Wasserversorgung, Abwasserentsorgung und Photovoltaikanlagen erstellt.

Die Kanalsanierungen in der Garten- und Austraße konnten, wie der Werkausschussvorsitzende berichtete, wesentlich günstiger abgerechnet werden als die Arbeiten an die Firma Aarsleff Rohrsanierung GmbH, Röthenbach, vergeben wurden. Die Schlussrechnung mit gesamt 132 290 Euro liegt rund 35 Prozent unter den veranschlagten Kosten von 204 475 Euro. Die noch offene Schlusszahlung beträgt 45 321 Euro.

Über die Firma Klärschlammverwertung Wedel aus Ansbach wurden rund 700 Kubikmeter Klärschlamm entsorgt. Die Kosten dafür beliefen sich auf 13 750 Euro. Bürgermeister Decker stellte dazu fest, dass die Klärschlammverwertung die Kommunen in den nächsten Jahren verstärkt beschäftigen wird: "Dabei macht er nur 1 Prozent der behandelten Abwassermenge aus, verursacht aber 30 Prozent der Kosten und 90 Prozent der Kopfschmerzen."

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