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Eggolsheim
Demografie

Debatte um Beauftragten für Senioren

Die Freien Wähler (FW) Eggolsheim beantragten in der Sitzung des Marktgemeinderats die Schaffung einer Stelle für einen Seniorenbeauftragten. Dieser soll älteren Menschen bei Bedarf im Umgang mit Behö...
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Die Freien Wähler (FW) Eggolsheim beantragten in der Sitzung des Marktgemeinderats die Schaffung einer Stelle für einen Seniorenbeauftragten. Dieser soll älteren Menschen bei Bedarf im Umgang mit Behörden helfen, kulturelle Angebote für Senioren eröffnen, über Wohnformen informieren und Kontakte zu seniorengerechten Sportangeboten vermitteln. Darüber hinaus soll sich ein hauptamtlicher Seniorenbeauftragter bei der Gemeindeplanung und -entwicklung und der Sicherheit von Verkehrswegen einbringen.

"Die Marktgemeinde ist im Bereich der Seniorenarbeit bereits gut aufgestellt, vor allem im Vergleich mit den anderen Kommunen", ist sich Bürgermeister Claus Schwarzmann sicher. So gebe es in der Verwaltung mit Ivonne Dötzer eine Fachansprechpartnerin für Seniorenarbeit, und die Marktgemeinde biete mit Kathreinstanz, Seniorenfasching und Seniorenausflug Veranstaltungen für Senioren an, dazu existieren Angebote von Kirchen und Vereinen.

Irmgard Heckmann, FW-Vorsitzende und Marktgemeinderätin, stimmte zwar zu, dass bereits viel für Senioren gemacht werde, ihr fehlt jedoch die Vernetzung: "Wir erreichen alleinstehende ältere Personen zu wenig." Sie sieht die Kommune in der Pflicht, da diese für Daseinsvorsorge zuständig sei.

In Mobilität investieren

Reinhard Stang (Aktive Senioren) findet ebenfalls, dass sich die Kommune verstärkt um Mobilität und andere Strukturen für Senioren kümmern müsste, während Monika Dittmann (Bürgerbund) der Ansicht ist, dass in Eggolsheim noch die Familien funktionieren. Da nach der Erweiterung des Seniorenzentrums ein Quartiermanager gefördert eingestellt werden soll, könne sich dieser gleichzeitig um die Belange der Eggolsheimer Senioren kümmern, schlägt sie vor.

Die Schaffung einer zusätzlichen Stelle für einen Seniorenbeauftragten wurde daher bei drei Gegenstimmen von den Marktgemeinderäten abgelehnt. Ein Jahr nach der Implementierung des Quartiermanagers solle allerdings geprüft werden, ob die Belange der Senioren ausreichend berücksichtigt werden, ergänzte Claus Schwarzmann. hu

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