Sonnefeld

Datenautobahn für die Schule

Die Grund- und Mittelschule Sonnefeld soll eine optimale Glasfaseranbindung erhalten. Der finanzielle Aufwand für die Gemeinde hält sich in Grenzen: Bei Beauftragung des Mindestnehmers wird mit rund 3000 Euro gerechnet.
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Seit sechs Jahrzehnten besteht das Gebäude der Grund- und Mittelschule auf dem Dercksenberg. Mit dem Erweiterungsbau kamen vor 20 Jahren die Turnhalle (rechts), die Aula und der Eingangsbereich dazu. Jetzt folgt ein zeitgemäßer Glasfaseranschluss. Fotos: Klaus Oelzner
Seit sechs Jahrzehnten besteht das Gebäude der Grund- und Mittelschule auf dem Dercksenberg. Mit dem Erweiterungsbau kamen vor 20 Jahren die Turnhalle (rechts), die Aula und der Eingangsbereich dazu. Jetzt folgt ein zeitgemäßer Glasfaseranschluss. Fotos: Klaus Oelzner
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Die erwartete 80-prozentige Förderung in Verbindung mit den Erfordernissen schnell fortschreitender Technik auch im Unterrichtsbetrieb befeuerte den Wunsch des Gemeinderates, für den Bereich Grund- und Mittelschule eine optimale Glasfaseranbindung zu erstellen. Bürgermeister Michael Keilich (CSU) erläuterte bei der öffentlichen Sitzung des Gremiums am Mittwochabend die in Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro Reuther geprüften Provider-Angebote, deren aufgelistete Kosten bis zum Hausanschluss für die betriebsfertige Bereitstellung der Glasfaseranbindung von unter 30 000 Euro bis zum dreifachen Wert schwankten. Für die Gemeindekasse ist bei Beauftragung des Mindestnehmers ein finanzieller Aufwand von rund 3000 Euro zu erwarten.

Beitritt zur "Allianz B 303+"

Stärkung interkommunaler Zusammenarbeit, Mehrwertschöpfung durch gemeinsame Projekte, bestmögliche Nutzung der Förderkulissen und nicht zuletzt nachhaltige Entwicklung des Gemeindegebietes und der Region - das sind (auch) für den Sonnefelder Gemeinderat Beweggründe, die auf inzwischen zehn Kommunen aus den Landkreisen Coburg, Kronach und Lichtenfels angewachsene "Allianz B 303+" zu forcieren. Dies unterstrich Bürgermeister Keilich. Einstimmig beschloss der Gemeinderat, im Rahmen des Ländlichen Entwicklungskonzepts (Ilek) mitzuarbeiten. Gleichzeitig wurden Bürgermeister und Arbeitsgemeinschaft mit der Schaffung entsprechender Rahmenbedingungen für das Ilek beauftragt.

Gewerbesteuer bricht ein

Als "das vermutlich letzte gute Jahr für die Gemeindefinanzen" beleuchtete Kämmerer Heiko Lech im Rahmen eines Rechenschaftsberichts den Jahresabschluss 2018. Ohne Kreditaufnahmen waren ein Verwaltungshaushalt von 9,9 Millionen und ein Vermögenshaushalt von 3,7 Millionen Euro zu bewältigen.

Nach dem "erdrutschartigen Schwund" (Lech) der Gewerbesteuereinnahmen (2017: 3,3 Millionen; 2018: 2,7 Millionen; 2019: erwartet weniger als eine Million Euro) habe die Einkommensteuerbeteiligung im laufenden Haushaltsjahr an Bedeutung gewonnen, erklärte der Kämmerer. Während 2018 die Zuführung zum Vermögenshaushalt mit 458 000 Euro das Dreifache der gesetzlich vorgeschriebenen Summe betrug, wird für 2019 nach Entnahmen aus Rücklagen die Mindestgrenze voraussichtlich unterschritten. Außerdem nahm das Gremium zur Kenntnis, dass zum Projekt Domänenumbau aktuell noch eine halbe Million Euro Förderung aussteht.

Gemeinderäte geben Mandat ab

Nicht näher erläuterte persönliche Gründe machte der zur Sitzung nicht anwesende Helmut Wunder (SPD-Fraktion) geltend, um sein Ehrenamt als Gemeinderat vorzeitig niederzulegen. Wie der Bürgermeister erläuterte, war Wunder 2002 bis 2008 gewählt, dann bis 2014 als Ersatzmann nominiert und gehört dem Gremium seit 2017 wieder an. Dank für konstruktive Mitarbeit zum Wohle der Bürger zollte Keilich auch Bernd Lauterbach (Grüne/SPD-Fraktion), der ebenfalls sein Ehrenamt wegen beruflicher Veränderungen zur Verfügung stellt. Seit 2002 wirkte er im Gemeinderat und in Ausschüssen mit. Beiden Amtsniederlegungen stimmten die Fraktionen zu. Als Nachrücker bis zum Ende der Legislaturperiode stehen Guido Löffler (Hassenberg) und Bernd Gäbelein (Gestungshausen) bereit.

Erneutes Bauleitplanverfahren

Mit einem einstimmigen Beschluss, trotz bestehender Bedenken, ein neues Verfahren zu starten, endete die Diskussion um die seit Januar im Gremium wiederholt behandelte zweite Änderung des Bebauungsplans "Nördliche Schützenstraße". Durch einen Rechtsvertreter beantragten die (bei der Sitzung anwesenden) betroffenen Bauwerber die Wiederaufnahme beziehungsweise Neufassung des vom Gemeinderat im Zuge der Planungshoheit bereits negativ beschiedenen Verfahrens.

Mit Rederecht ausgestattet erläuterte Bastian Kröckel den aktuellen Stand der Dinge. Auf Antrag von Michael Fischer (SPD) war eine Sitzungsunterbrechung zur nichtöffentlichen Beratung dieses Themenkreises eingeschoben. Während die Frage von Claus Dötschel (GUB), "Warum machen wir das?", unbeantwortet blieb, befürwortete Dritter Bürgermeister Friedrich Übelhack (CSU) trotz Bedenken mit der Stellungnahme "Es spricht nichts dagegen" das erneute Bauleitplanverfahren.

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