Oberwohlsbach

Dass sowas von sowas kommt

Ein Unwetter, das eine sehr bunte Mischung von Leuten unter einem Dach vereint, Männer in Frauenkleidern und ein glückliches Ende - die FCO Schauspieltruppe bringt mit "Drei Weiber und ein Gockel" alles, was ein Schwank braucht.
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Männer, die sich als Frauen ausgeben und umgekehrt, sind nicht erst seit Charlies Tante ein beliebtes Element für Komödien, die Truppe des FC Oberwohlsbach macht davon in ihrem neuen Stück ausgiebig Gebrauch. Foto: Rainer Lutz
Männer, die sich als Frauen ausgeben und umgekehrt, sind nicht erst seit Charlies Tante ein beliebtes Element für Komödien, die Truppe des FC Oberwohlsbach macht davon in ihrem neuen Stück ausgiebig Gebrauch. Foto: Rainer Lutz

Bevor der Titel des neuesten Schwanks "Drei Weiber und ein Gockel" eine Hashtag-Bewegung generiert: Die Geschlechterrollen sind in dem Dreiakter von Erich Koch durchaus fließend verteilt. Bis auf den Gockel sind zeitweise alle als "Weiber" unterwegs. Wie weit die Umsetzung dem Zeitgeist entspricht, müssen die Zuschauer entscheiden. Sie erwarten gute Unterhaltung - die meisten Vorstellungen sind tatsächlich schon jetzt ausverkauft, obwohl die Proben noch den gesamten Januar andauern.

Dass ein Unwetter eine Gruppe sehr unterschiedlicher Leute in eine Schicksalgemeinschaft zwingt, ist Basis vieler Stücke. Hier ist es ein heftiges Gewitter, das zusammenfügt, was besser zusammenpasst als der Hausherrin lieb ist. Diese ist Oma Frieda (Marita Arbeiter) und bei ihr sind Männer nicht gern gesehen. Ausnahme ist Anton, der Knecht (Steffen Bergner), der seit dem Ableben des Hahnes im Hühnerstall beim Brüten hilft. Friedas Nichten Lena (Christa Eichhorn) und Irma (Astrid Langbein) halten sich die Herren mit einem "gesunden Stallgeruch" bisher ganz gut vom Leib. Nun zwingt ein schweres Gewitter den Viehhändler Kuno (Andreas Lutz), auf Friedas Hof Schutz zu suchen. Er versucht schon eine Weile, seine Tochter Anni (Mareike Arbeiter) an den Mann zu bringen. Vor Blitz und Donner flüchten auch die beiden Burschen Tom (Jens Blümig) und Ingo (Wolfgang Finzel) auf den Hof der männerfeindlichen Oma. Die beiden Nichten sind sofort verknallt und lassen sich etwas einfallen. Um Omas Zorn zu vermeiden wird Ingo zu Inge und Tom zu Tamara. Anni, die sich in den Hühnertoni verguckt hat, wird im Gegenzug zu Ali, um bei Toni übernachten zu dürfen.

Es wird kompliziert

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Ein guter Plan - bis die Oma festlegt, wer wo zu nächtigen hat. Das ist ganz und gar nicht im Sinne der Beteiligten. Kompliziert. Dass nun auch noch die männermordende Nachbarin Gunda (Michaela Jahn), nicht mehr nach Hause kann, weil das Unwetter die Brücke weggefegt hat, macht alles noch viel verzwickter.

Glück am Ende

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Dass sich am Ende die Paare finden, darf bei einem Schwank dieser Kategorie vorausgesetzt werden. Der Weg zum glücklichen Ende ist das Ziel und dieser weg wird ein lustiger sein.

Noch arbeitet Beate Sommer mit der Truppe, ehe sie zur Souffleuse wird, wenn sich der Vorhang zur Premiere am 1. Februar öffnet. Moni Link sorgt bei den Kostümproben bereits für die Maske. Schließlich müssen die Schauspieler sich an den Anblick ihrer Kollegen in einigen Szenen noch gewöhnen.

Acht Vorstellungen sind im Sportheim Oberwohlsbach geplant. Im vergangenen Jahr gab es zusätzlich Vorstellungen im Rathaussaal der Stadt Rödental. Das ist auch in diesem Jahr geplant. Ob und wann sie stattfinden, darüber wird die Theatergruppe des FCO ihre Fans noch rechtzeitig unterrichten. Der Februar ist allerdings bereits verplant, es kommen also wohl am ehesten März-Termine infrage.

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