Forchheim

Das Zuhause sichern

Am Sonntag ist Tag des Einbruchschutzes. Die Polizei gibt Tipps und berät.
Artikel drucken Artikel einbetten
Auch Kellertüren sind oft ein Schwachpunkt.  Foto: Polizei
Auch Kellertüren sind oft ein Schwachpunkt. Foto: Polizei
Den Schutz der Dämmerung nutzen Einbrecher insbesondere in der jetzt beginnenden dunklen Jahreszeit. Doch niemand ist den Tätern schutzlos ausgeliefert - dies soll der Tag des Einbruchschutzes "K-Einbruch" am Sonntag, 29. Oktober, verdeutlichen. Darüber hinaus bieten die kriminalpolizeilichen Beratungsstellen ganzjährig eine umfangreiche, individuelle und kostenlose Beratung zur Einbruchsvorsorge.
Die bundesweite Kampagne "K-Einbruch" findet alljährlich am Tag der Zeitumstellung statt und soll die Bürger getreu dem Motto "Eine Stunde mehr für mehr Sicherheit" umfassend über effektiven Einbruchschutz informieren.
Studien zufolge leiden Opfer noch Monate und teilweise Jahre unter den Einbrüchen, die neben dem materiellen Schaden auch einen erheblichen Eingriff in die Privatsphäre bedeuten. Ein großer Teil der Taten könnte durch die richtige Sicherungstechnik, durch richtiges Verhalten und vor allem durch aufmerksame Nachbarn verhindert werden, teilt das Polizeipräsidium Oberfranken mit.


Zwei Täter geschnappt

Ein intaktes soziales Umfeld ist oftmals der Garant für wirksamen Einbruchschutz. So gelang es Anfang August Polizeibeamten in Oberkotzau (Kreis Hof), mit Hilfe der Bevölkerung einen Einbruch in ein Wohnhaus zu klären und zwei der Täter noch am gleichen Tag festzunehmen. Ihr Komplize konnte einige Wochen später von den Kriminalbeamten identifiziert und im Raum Duisburg festgenommen werden.
Im Jahresvergleich zu 2015 registrierte die oberfränkische Polizei im Jahr 2016 einen Rückgang der Wohnungseinbruchsdiebstähle um 19 Fälle auf 387 Straftaten (-4,7 Prozent). Bayernweit sank die Anzahl der Fälle um 0,1 Prozent. Auch im laufenden Jahr dürften sich laut Polizei die Fallzahlen auf dem Niveau des Vorjahres bewegen.
Die Bemühungen der oberfränkischen Polizei, aber auch die Sensibilisierung der Bevölkerung hätten in der Vergangenheit mehrfach zur Identifizierung von Einbrechern, aber auch zu Festnahmen auf frischer Tat geführt. Neben einer akribischen Spurensuche und -sicherung an den Tatorten, Ermittlungen durch qualifiziertes Personal und vor allem den Hinweisen aus der Bevölkerung gelang es, im Jahr 2016 in Oberfranken jeden vierten Fall und in Bayern jeden sechsten aufzuklären.
Knapp die Hälfte aller Einbrüche blieb im Versuchsstadium stecken, auch weil die Täter oft von wirkungsvoller Sicherungstechnik abgehalten wurden. Aber auch aufmerksame Nachbarn können einen wertvollen Beitrag zur Verhinderung von Einbrüchen und zur Aufklärung leisten.
Neben den Ermittlungs- und Fahndungsmaßnahmen setzt die Polizei vor allem auf die Präventionsarbeit. Über die vielfältigen Möglichkeiten zur Sicherung der eigenen vier Wände informieren kostenlos die Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen in Bamberg, Bayreuth, Coburg und Hof. Beliebte Angriffsstellen sind vor allem Haus- und Wohnungstüren, Fenster und Terrassentüren. pol


was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren