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Sonneberg
astroteilchenphysik

Das Wesen der Geisterteilchen Neutrinos

Um Geisterteilchen geht es im kommenden Montagsvortrag am 6. November um 19 Uhr im Astronomiemuseum der Sternwarte Sonneberg. Unter dem Titel "Narren, Noten...
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Um Geisterteilchen geht es im kommenden Montagsvortrag am 6. November um 19 Uhr im Astronomiemuseum der Sternwarte Sonneberg. Unter dem Titel "Narren, Noten und Neutrinos" spricht Christian Spiering vom DESY in Zeuthen bei Berlin über sein Forschungsgebiet. Die Astroteilchenphysik ist ein Grenzgebiet zwischen Teilchenphysik, Astrophysik und Kosmologie. Seit den achtziger Jahren arbeitet Christian Spiering auf dem Gebiet der Neutrinoastronomie. Er war federführend an großen internationalen Neutrinoexperimenten beteiligt. Mit dem Neutrinoteleskop "IceCube" konnten Forscher 2013 die ersten Neutrinos aus kosmischen Beschleunigungsprozessen nachweisen. Spiering ist heute Koordinator des weltweiten Neutrinonetzwerkes GNN (Global Neutrino Network) und einer der leitenden Wissenschaftler des Neutrinoteleskops "IceCube" am geografischen Südpol. Er zeichnet das schillernde Porträt des Neutrinos, berichtet von der Arbeit am Südpol und erklärt die Ergebnisse von IceCube. Neutrinos sind die exotischsten aller bekannten Elementarteilchen - und außerdem die einzigen Teilchen, in deren Zusammenhang mittlerweile vier Nobelpreise verliehen wurden. Nicht nur Physiker, sondern auch Schriftsteller, Musiker und Filmemacher fühlten sich durch diese Geisterteilchen inspiriert, ganz zu schweigen von zweifelhaften Liebhabern esoterischer Ideen. Obwohl Neutrinos schon 1930 vorhergesagt wurden, gelang ihr Nachweis erst 1956. Niemand konnte damals ahnen, dass sie sich zu einzigartigen Boten kosmischer Ereignisse mausern würden. Interessierte sind eingeladen. red

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