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Leserbrief

Das Vermächtnis der Redemptoristen in Forchheim bewahren

Zum Thema Redemptoristen in Forchheim: Bricht noch ein Stück Forchheimer Klostergeschichte weg? Das Priestergrab der Redemptoristen, die 1919 das Kloster St. Anton in Forchheim übernommen und mit neue...
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Zum Thema Redemptoristen in Forchheim: Bricht noch ein Stück Forchheimer Klostergeschichte weg? Das Priestergrab der Redemptoristen, die 1919 das Kloster St. Anton in Forchheim übernommen und mit neuem Leben erfüllt haben, droht, jetzt 2020, vom Orden aufgelassen zu werden. Ohne Diskussion und öffentliche Verkündigung, ganz so, als wäre das eine Privatangelegenheit und ein privates Recht. Das ist es mitnichten!

Und nicht nur, weil hier zwei meiner Onkel bestattet sind. Vielmehr sind die in diesem Gemeinschaftsgrab liegenden Geistlichen Persönlichkeiten gewesen, bei denen der Samen des Sämanns auf gute Erde gefallen ist, die Früchte getragen und den Glauben nach Kräften weiter gegeben haben. Für die Ausführung ihrer Mission schulden wir ihnen Dank über ihren Tod hinaus, dafür dass sie uns, unsere Eltern und Vorfahren begleitet, in der Karwoche den Andrang der Massen zur Osterbeichte bewältigt und stets in den umliegenden Gemeinden ausgeholfen haben.

Sie verdienen Respekt statt einen Schlussstrich. Sie haben zuerst gesät und dann geerntet, nicht wie es heute oft anzutreffen ist: zuerst einmal ernten und dann vielleicht säen. Der Erhalt der Gedenkstätte ist nicht nur ein stadt- und landkreishistorisches Muss, sondern auch ein Zeichen der Achtung ihres geistigen Vermächtnisses, was besonders notwendig ist in Zeiten wie den unsrigen.

Alfons Eger

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