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Das Unentschieden ist zu wenig

Die Handballerinnen der SG Kunstadt/Weidhausen holen gegen Schlusslicht Röthenbach nur ein Remis.
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Es war zum Haare raufen. Natürlich konnte man bei einem Spiel zweier Kellermannschaften in der Handball-Landesliga Nord der Frauen keine Spitzenbegegnung erwarten. Doch eigentlich hätte die SG Kunstadt-Weidhausen ihr Heimspiel gegen den Tabellenletzten TSV Röthenbach gewinnen müssen. Am Ende trennten sich beide Teams mit einem unbefriedigenden 19:19 (10:9)-Unentschieden.


Leistungsträger fehlen

Die Begegnung hatte kein Landesliganiveau. Schmerzlich vermisste man bei der SG Kunstadt/Weidhausen die Leistungsträger. Am ehesten stach noch Fabienne Seufert mit sechs Treffern hervor - dankbar konnte man auch sein, dass sich Yvonne Lang erneut das Trikot der SG übergestreift hatte und etwas Schwung ins Angriffsspiel der SG Kunstadt-Weidhausen brachte.
Doch 19 Treffer sind schlicht zu wenig, um ein derartiges Spiel zu gewinnen. Schon früh verzweifelten die jungen Spielerinnen an der eigenen Unsicherheit, der gegnerischen Torhüterin und nicht zuletzt am Aluminiumgehäuse des TSV-Tors. Doch Glück und Pech für das Ergebnis verantwortlich zu machen geht an der momentanen Misere der SG vorbei. SG-Trainer Udo Prediger hat noch jede Menge Arbeit vor sich, um einen neuen und durchschlagkräftigen Kader zu schmieden. Momentan sieht es jedenfalls nicht danach aus, als würde sich die SG Kunstadt/Weidhausen freischwimmen können.


Offensivprobleme

Vor allem die Trefferbilanz auf den Außenpositionen ließ, wie schon in den vorangegangen Spielen, zu wünschen übrig. Da war der Gegner der Heimmannschaft klar überlegen. Vor allem auf der Rechtsaußenposition "klingelte" es nach Belieben. Egal ob Maria Karl oder wie im zweiten Durchgang Catrin Werner im Kasten standen.
Das Dilemma deutete sich für die SG bereits in den Anfangsminuten an. Es dauerte über zehn Minuten, bis der SG der erste Zähler gelang. Zuvor hatten die Gäste bereits drei Treffer vorgelegt. Nach der frühen Auszeit durch Udo Prediger schien es etwas besser zu laufen. Das Angriffsspiel der Gäste wurde von der aufmerksamen SG-Abwehr immer wieder unterbrochen. Etwas flüssiger wirkten die Kombinationen der Heimmannschaft, lediglich der Abschluss ließ zu wünschen übrig. Dennoch kämpfte sich die Prediger-Truppe Tor um Tor heran. So schaffte die SG in der 23. Minute den Ausgleich (7:7) und konnte durch Treffer von Held, Röschlein und Fürst sogar das 10:7 vorlegen.
Doch wer geglaubt hatte, dies wäre der Befreiungsschlag, der wurde durch Zeitstrafen gegen Stefanie Aust und Lisa Stirbati schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Quasi mit dem Pausenpfiff erzielte Anna Rauh den Anschlusstreffer (10:9).
Die SG startete in Unterzahl in die zweite Hälfte. Lina Pühlhorn und Franziska Röschlein scheiterten beim Strafwurf. Zwar hatte die SG ihre Chancen, doch schon stand es 12:13 für die Gäste.
Im engen Schlagabtausch ging es nun hin und her. Die SG lief zunächst dem Vorsprung der Gäste hinterher, glich durch Yvonne Lang aus (17:17) und sah noch 20 Sekunden vor Schluss wie der glückliche Sieger aus (19:18).
Doch anstatt nach der Auszeit der Gäste alle Spielerinnen eng zu decken, gönnte man den Röthenbacherinnen die letzte Kombination und den Schlusstreffer zum 19:19.

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