Wachenroth
Geschäftsaufgabe

Das Tischlein deckt sich bald nicht mehr

Lavendelfarbene Kerzen stehen neben farblich passenden Servietten, Bändern und Dekoartikeln. Daneben zieht ein Sortiment in Rosa die Blicke auf sich. Man kann sich gut vorstellen, wie das "Tischlein d...
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Angela Olbrich (l.) berät eine Kundin. Foto: Evi Seeger
Angela Olbrich (l.) berät eine Kundin. Foto: Evi Seeger

Lavendelfarbene Kerzen stehen neben farblich passenden Servietten, Bändern und Dekoartikeln. Daneben zieht ein Sortiment in Rosa die Blicke auf sich. Man kann sich gut vorstellen, wie das "Tischlein deck Dich" ausgesehen hat, als alles noch komplett war. Jetzt hängt vor dem kleinen Geschäft auf dem Wachenrother Murk-Gelände ein Schild mit der Aufschrift "Ausverkauf".

"Es hat sich schon gut geleert", sagt Inhaberin Angela Olbrich. Im Zuge des Ausverkaufs gibt sie auf alle Artikel 50 Prozent Nachlass. Bei so vielen hübschen Dingen fällt es schwer, zu widerstehen. Wo sonst findet man bordeauxrote Kerzen, auberginefarbene Briefumschläge und farblich dazu passende Karten zum Selbstgestalten, Perlen, kleine Kränze und was sonst noch Tisch und Wohnung hübscher macht. Vor allem bei Festen wie Hochzeit, Kommunion oder Konfirmation, wenn alles festlich sein soll.

Vorteile eines Fachgeschäfts

Gerade zeigt Angela Olbrich einer Kundin, wie man Servietten schön faltet. Die Käuferin aus einem Ort hinter Bamberg hat sich Sonnenblumen als Tischdeko für ihren runden Geburtstag ausgesucht. Sie sieht Anleitung und Beratung als den Vorteil eines solchen Fachgeschäfts.

Dass sie auch in Zukunft kreativ werden kann, darauf freut sich Angela Olbrich. Ab Oktober wird sie im Werksverkauf der Firma Veit bei Erlach (Hirschaid) ihre Kunden "im Papierbereich" beraten. Jeweils donnerstags und samstags wird sie dort zu finden sein.

Ihren Stammkunden, die ihr über Jahre die Treue gehalten haben, ist Olbrich besonders dankbar. 19 Jahre hat sie ihr Geschäft betrieben. Jetzt sei für sie die "Zeit der Veränderung". Als Hauptgrund nennt sie, dass sie etwas kürzer treten wolle. Daneben gibt es aber noch einen weiteren Grund: Die immer schlimmer werdende Bürokratie. "Wenn man mehr Zeit im Büro sitzt als bei seiner tatsächlichen Arbeit, ärgert mich das." Als letzter Verkaufstag war eigentlich Samstag, 13. Juli, angesetzt. Wegen der "Stammkundentage" des Bekleidungshauses Murk mit dem zu erwartenden Andrang wird Angela Olbrich um drei Tage vom 15. bis 18. Juli verlängern.

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