Neustadt bei Coburg
Nachruf

Das Tageblatt trauert um Rolf Eckstein

R olf Eckstein ging noch zur Schule, als er begann, für das Tageblatt zu schreiben. Dann wurde Journalismus zu seinem Beruf und schon kurz nach der Ausbildung zum Redakteur wurde ihm die Leitung der A...
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Der damalige Herausgeber Helmuth Jungbauer (links) und Oberbürgermeister Frank Rebhan (rechts) verabschieden Rolf Eckstein 2007 als Leiter der Außenredaktion Neustadt des Tageblatts. Foto: CT Archiv
Der damalige Herausgeber Helmuth Jungbauer (links) und Oberbürgermeister Frank Rebhan (rechts) verabschieden Rolf Eckstein 2007 als Leiter der Außenredaktion Neustadt des Tageblatts. Foto: CT Archiv

R olf Eckstein ging noch zur Schule, als er begann, für das Tageblatt zu schreiben. Dann wurde Journalismus zu seinem Beruf und schon kurz nach der Ausbildung zum Redakteur wurde ihm die Leitung der Außenredaktion in Neustadt übertragen. Jetzt ist er im Alter von 59 Jahren gestorben - Rolf Eckstein, über den ein Vorgesetzter einmal schrieb: "Spricht man in Neustadt vom Tageblatt, ist Herr Eckstein gemeint."

Tatsächlich wurde wohl kaum je ein Kollege so mit der Heimatzeitung verbunden gesehen wie Rolf Eckstein. Als Schüler entdeckte er seine Freude am Schreiben. Der 16-Jährige begann als Freier Mitarbeiter für die Neustadter Redaktion von Termin zu Termin unterwegs zu sein. Als Annerose Rempel 1978 die Leitung der Redaktion in Neustadt übernahm, war Rolf Eckstein für sie als Stütze aus der täglichen Arbeit schon kaum noch wegzudenken. 1980 trat er in Neustadt sein Volontariat an. 1983, kaum ein Jahr nach Abschluss der Ausbildung, wurde ihm die Leitung des Neustadter Büros übertragen.

Engagiert in vielen Vereinen

In vielen Vereinen und Verbänden engagiert, oft auch in Verantwortung, war Rolf Eckstein in seiner Heimatstadt durch und durch vernetzt. Kaum ein Stammtisch, an dem der "Rolf vom Tageblatt" nicht regelmäßig Platz nahm. In Neustadt konnte praktisch nichts geschehen, ohne, dass Rolf Eckstein davon wusste.

Was immer er erfuhr, oft genügten ihm wenige Notizen - notfalls auf einem Bierdeckel - , um am nächsten Tag einen Aufmacher für die Neustadt-Seite des Coburger Tageblatts daraus zu verfassen.

So mancher junger Kollege, der während seiner Ausbildung auch eine Zeit in der Neustadter Redaktion verbrachte, lernte von Rolf Eckstein, lokale Nachrichten zu gewichten und im scheinbar Uninteressanten das Interessante zu entdecken.

Es war eine schwere Krankheit, die Rolf Eckstein schließlich zwang, die Arbeit aufzugeben, der er im wahrsten Wortsinn sein Leben gewidmet hat. Im Juli 2007 wurde er mit gerade 47 Jahren aus dem Unternehmen verabschiedet.

Vielen Kollegen ist es bis heute gut in Erinnerung und sie haben noch im Ohr, wie er sich bei Bekannten am Telefon meldete: "Jaaa, der Rolf, servus..." Jetzt bleibt auch uns nur noch ein letztes: "Servus, Rolf." rlu

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