Teuschnitz
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Das Sterben der Insekten

Kritisch wurden bei der Frühjahrskreisversammlung der Bayerischen Imkervereinigung in Teuschnitz wieder einige Punkte beleuchtet, welche die Imker betreffen. Kreisvorsitzender Hans Jorda berichtete zu...
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Kritisch wurden bei der Frühjahrskreisversammlung der Bayerischen Imkervereinigung in Teuschnitz wieder einige Punkte beleuchtet, welche die Imker betreffen. Kreisvorsitzender Hans Jorda berichtete zudem über das absolvierte Programm seit der Herbstversammlung und informierte über Termine und Aufgaben. Zahlreiche Imker hatten ihren Honig erfolgreich einer Qualitätsprüfung erfolgreich unterzogen und erhielten hierfür ihre Zertifikate: Manfred Zeitler, Dieter Welscher, Leopold Böhnlein, Heinrich Baier, Frank Beitzinger, Martin Körlin, Frank Schmdit, Stefan Scherbel, Stefan Feulner, Harald Roschlau, Hans Schmidt, Petra Geiger, Adelheid Kotschenreuther, Marian Mayek, Elke Ströhlein, Renate Götz und Thomas Liegl.

Hans Jorda wies u.a. auf das Arnikafest am 16. Juni hin, in dessen Rahmen er zwei Referate vortragen wird.

Der Vorsitzende erörterte, dass der Bienenverkauf außerhalb des Landkreises nur mit Gesundheitszeugnis erfolgen darf und der Faulbrutsperrbezirk Ludwigsstadt noch nicht aufgehoben ist. Eine Betriebsnummer für die Imkerei ist beim AELF zu beantragen. Zum Vollzug der Bienenseuchen-Verordnung ist eine Anzeige über die Bienenhaltung an das Landratsamt zu senden. Dies habe nichts mit der Betriebsnummer zu tun.

Am Lehrbienenstand in Lauenhain sind verschiedene Veranstaltungen geplant, unter anderem wieder die professionelle Königinnenzucht. Die eigene Herstellung von Mittelwänden ist vorläufig auf Eis gelegt, da erst das Problem der Entseuchung geregelt werden muss. Hier bediene man sich im Moment eines darauf spezialisierten Unternehmens.

Das Volksbegehren "Rettet die Bienen" betrachtete der erste Vorsitzende Hans Jorda als herausragenden Erfolg. Wenn die Politik und die Behörden versagten, müssten die Bürger die notwendigen Veränderungen selbst in die Hand nehmen. Die Bevölkerung ist aufgewacht und es werden weitere Volksbegehren ins Leben gerufen werden. Traurig sei, dass Naturschutzverbände und Parteien erst dagegen gewesen und nach dem sich abzeichnenden Erfolg aufgesprungen seien und dies heute als ihren Erfolg verkauften.

Das Insektensterben habe sicherlich vielfältige Ursachen: ob gigantische Lichtverschmutzung, Lebensraumzerstörung, Straßenverkehr, Umweltgifte, intensive Landwirtschaft usw. Die angekündigte Energiewende sei gut gemeint, aber nicht zu Ende gedacht. Solarparks vernichteten Tausende von Hektar an intakter Natur und gehörten zu den größten Flächenvernichtern in Deutschland. Windkraftanlagen in Reihe seien nicht nur gigantische Häckselmaschinen für Vögel, sondern vernichten auch riesige Mengen an Insekten - laut einer Studie aus 2018 circa 1200 Tonnen pro Jahr. Biogasanlagen sorgten für riesige Monokulturen. "Und wir wundern uns über das Verschwinden unserer heimischen Tierwelt und Lebensraumzerstörung." Deshalb unterstütze Hans Jorda ausdrücklich die Bewegung der Jugend mit ihrer Aktion "Fridays for Future". red

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