Hofheim i. UFr.
Auszeichnungen

Das Rote Kreuz setzt auf haupt- und ehrenamtliche Helfer

Früher Autos repariert, später Menschenleben gerettet: Dieter Schüler ist beim Sommerfest des Rot-Kreuz-Kreisverbandes Haßberge anlässlich seines 40. Dienstjubiläums geehrt worden. Seit Jahrzehnten wa...
Artikel drucken Artikel einbetten
Dieter Schüler
Dieter Schüler
+1 Bild

Früher Autos repariert, später Menschenleben gerettet: Dieter Schüler ist beim Sommerfest des Rot-Kreuz-Kreisverbandes Haßberge anlässlich seines 40. Dienstjubiläums geehrt worden. Seit Jahrzehnten war Schüler an der Rettungswache in Hofheim tätig, zuletzt als Rettungsassistent.

Gelernter Automechaniker

Seit Februar 1973 ist der gelernte Automechaniker aus Ermershausen aktives Mitglied der BRK-Bereitschaft Hofheim, im Dezember 1978 wurde er hauptamtlicher Rettungssanitäter an der Rettungswache Hofheim. Im November 1990 wurde er Rettungsassistent und übte die Funktion bis März 2018 aus, bevor er aus gesundheitlichen Gründen kürzertreten musste.

Nach den Worten von BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger war Schüler für die Instandhaltung der Katastrophenschutz- und Fahrdienst-Fahrzeuge sowie die Fahrzeuge des Rettungsdienstes zuständig und ließ dabei äußerste Sorgfalt walten. Auch unterstützte er die Blutspendetermine. "Unter den Kollegen der Rettungswache Hofheim gilt er als ruhiger, ausgeglichener und zuverlässiger Mitarbeiter", sagte Greger.

Des Weiteren verabschiedete der Kreisgeschäftsführer zwei Mitarbeiter in den Ruhestand und in die unbefristete Erwerbsunfähigkeitsrente. So wurde Doris Fößel aus dem BRK-Kindergarten "Unter der Burg" in Königsberg verabschiedet. Seit der Geburtsstunde des Kindergartens im September 1995 war die Königsbergerin dort als Erzieherin und Gruppenleiterin beschäftigt. Sechs Jahre lang habe sie in Abwesenheit der Kindergartenleiterin verantwortungsbewusst deren Stellvertretung übernommen.

Schicksalsschlag

Menschen in Not zu helfen - diese Leidenschaft entdeckte Stefan Karg Ende der 1990er Jahre als Zivildienstleistender im Rettungsdienst. Diese Leidenschaft machte der gelernte Elektriker schließlich zu seinem Beruf, als er im Juni 2000 hauptamtlich zum Roten Kreuz kam, wo er zuletzt als Rettungsassistent an der Rettungswache in Haßfurt arbeitete.

Ein schwerer Schicksalsschlag ereilte den jungen Familienvater im Jahr 2016 und zwang ihn in der Folge in den Rollstuhl. Stefan Karg hat den Mut jedoch nicht verloren und sich ins Leben zurückgekämpft, wie der Kreisgeschäftsführer unter dem Applaus der Anwesenden sagte. Im Alltag ist der Haßfurter wieder angekommen, aber nicht mehr im Berufsleben, weshalb er nunmehr in die unbefristete Erwerbsunfähigkeitsrente verabschiedet wurde, wie Dieter Greger bedauerte.

Stefan Karg war für den Kreisverband nicht nur als Hauptamtlicher tätig. Auch ehrenamtlich engagierte er sich in hohem Maße. Die Aus- und Weiterbildung im Ehrenamt war ihm stets ein Anliegen. Maßgeblich beteiligt war Karg am Aufbau der Schnelleinsatzgruppe (SEG) "Soziale Betreuung" - eine Gruppe, die sich vor allem um Unverletzte nach Unfällen oder um Personen nach einem traumatischen Erlebnis kümmert.

2009 wählten ihn die Mitglieder Bereitschaft Haßfurt 1 zum stellvertretenden Bereitschaftsleiter. Im Mai 2015 übernahm er die kommissarische Leitung.

Nicht zuletzt erwarb Stefan Karg die Qualifikation als Einsatzleiter Rettungsdienst und zum organisatorischen Leiter, beides Funktionen, die Führungskräfte des Kreisverbandes bei bestimmten Einsatzlagen ehrenamtlich übernehmen. red

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren