Stadtsteinach
stadtsteinach.inFranken.de  Tischtenniscracks aus Stadtsteinach und Arzberg pflegen eine lange Freundschaft.

Das "Phänomen Arzberg"

So genau wissen es die Tischtenniscracks des TSV Stadtsteinach nicht, wie lange die Patenschaft mit dem TS Arzberg besteht, denn es gibt keine schriftlichen Aufzeichnungen darüber. Nachdem die Tischte...
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Die Freude beim gemeinsamen Wiedersehen mit dem Patenverein TS Arzberg war groß.  Foto: Werner Reißaus
Die Freude beim gemeinsamen Wiedersehen mit dem Patenverein TS Arzberg war groß. Foto: Werner Reißaus

So genau wissen es die Tischtenniscracks des TSV Stadtsteinach nicht, wie lange die Patenschaft mit dem TS Arzberg besteht, denn es gibt keine schriftlichen Aufzeichnungen darüber. Nachdem die Tischtennisabteilung des TSV 2018 ihr 50-jähriges Bestehen feierte, gehen beide Vereine aber davon aus, dass auch die Patenschaft so lange besteht. "Nur dann macht ja ein Pate auch einen Sinn", meinte der frühere Abteilungsleiter Klaus Zahner bei einem gemeinsamen Treffen im TSV-Sportheim.

Abteilungsleiterin Heidi Zahner konnte auch Landrat Klaus Peter Söllner - früher selbst Aktiver - und zu später Stunde auch Bürgermeister Roland Wolfrum begrüßen.

In einem lustigen Rückblick beleuchtete Klaus Zahner das "Phänomen Arzberg". Er sei dabei auf mündliche Überlieferungen angewiesen, meinte er schmunzelnd.

Zwei Akteure der ersten Stunde seien der frühere SPD-Landtagsabgeordnete Wolfgang Hoderlein und Landrat Klaus Peter Söllner gewesen. Beide begnadete Tischtennisspieler, aber auch, wie Zahner feststellte, "äußerst begnadete Erzähler". Und der Dritte im Bunde, bei dem stets der Spaß zum Spiel dazugehört habe, sei Rudolf "Dolf" Neumann. "Unser Dolf verstand es damals bereits, mit treuherzigem Augenaufschlag die größten Fakes zu verbreiten." Eine Feier rief Klaus Zahner besonders in Erinnerung, die vor 35 Jahren in Arzberg stattgefunden hatte. Das Hotelpersonal habe sich geweigert, die Stadtsteinacher Tischtennissportler zu später Stunde noch ins Haus zu lassen. In einem Privatanwesen seien die Feierlichkeiten kurzerhand weitergegangen - einschließlich Übernachtung. "Am nächsten Tag erwartete uns ein Frühstück, das einem Fünf-Sterne-Hotel zur Ehre gereicht hätte", erinnerte Zahner. Sportlich verbunden seien die beiden Abteilungen über all die Jahre hinweg durch das inzwischen legendäre Dreikönigsturnier geblieben, das, wie Zahner betonte, einen hohen sportlichen Wert gehabt habe "und sich im anschließenden Unterhaltungsteil vor keiner Show moderner Prägung verstecken musste". Die Arzberger Brüder Tilo und Wieland Schöffel hätten den Stadtsteinachern die "Feinheiten des römischen Trinkens" erläutert und ihnen gezeigt, "wie man ein Tor überwindet, obwohl die Tür daneben offen steht".

Bei dem Treffen tauchte auch eine Einladung aus dem Jahr 1985 zu einem Sommernachtsfest auf, die der damalige Vergnügungswart "Dolf" Neumann sogar juristisch abgesichert hatte: durch Regierungs- und Stadtrat, genannt Doppelrat Klaus Söllner.

Für den TS Arzberg stellte Tilo Schöffel fest, dass man sehr gerne nach Stadtsteinach gekommen sei. Man habe bei den sportlichen Wettkämpfen immer alles gegeben, "vor allem danach". Auch diesmal: Beim Freundschaftsspiel musste sich der TSV der Arzberger Übermacht mit 2:9 beugen. Stadtsteinach trat mit Manfred Korkisch, Werner Hilpert, Patrick Drabe, Heiko Hohner, Armin Pöhlmann, Klaus Zahner und Rita Kunzelmann an. Dem Treffen war ein Besuch des Bayerischen Brauereimuseums vorausgegangen. Werner Reißaus

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