Coburg
Studium Generale

"Das Paradepferd der Volkshochschule"

Das "Studium Generale" gehört seit Jahren zu den erfolgreichen Veranstaltungen der Volkshochschule (VHS) Coburg. Sie bieten einen Überblick über das Wissen unserer Zeit, regen zum Nachdenken an und fö...
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Helge Jost Kienel von der VHS Coburg und Silvia Pfister von der Landesbibliothek Coburg stellten die Veranstaltungsreihe zum Studium Generale vor. Foto: Martin Koch
Helge Jost Kienel von der VHS Coburg und Silvia Pfister von der Landesbibliothek Coburg stellten die Veranstaltungsreihe zum Studium Generale vor. Foto: Martin Koch

Das "Studium Generale" gehört seit Jahren zu den erfolgreichen Veranstaltungen der Volkshochschule (VHS) Coburg. Sie bieten einen Überblick über das Wissen unserer Zeit, regen zum Nachdenken an und fördern die Allgemeinbildung. "Das ist sozusagen das Paradepferd der Volkshochschule Coburg", sagten Helge Jost Kienel von der VHS und Bibliotheksdirektorin Silvia Pfister von der Landesbibliothek Coburg beim Pressegespräch zur Präsentation der aktuellen Vorlesungsreihe.

In dieser "echten Bildungspartnerschaft" arbeiten Bibliothek und VHS schon bei der Vorbereitung Hand in Hand: Die Volkshochschule entwirft vor der ersten Veranstaltung eine einschlägige Literaturliste. Die Landesbibliothek besorgt sich entweder die Bücher und andere Medien für ihren Bestand, oder die Interessenten können sich mit Hilfe von Fernleihe und digitalen Medien auf die Themen vorbereiten.

Mensch und Technik

Nachdem in den Vorjahren vorwiegend die Geisteswissenschaften im Fokus der Studiums Generale standen, geht es im Sommersemester unter dem Oberbegriff "Mensch und Technik" in den Bereich der Naturwissenschaften. Freilich überlappen sich zwangsläufig Natur- und Geisteswissenschaften. Und dann kommen in den angebotenen Lehrveranstaltungen auch Grenzfragen zur Sprache.

So bietet das Thema "Eingriffe ins menschliche Genom, ethische und gesellschaftliche Herausforderungen des Genoms Editing" sicher Gelegenheit zu einem durchaus kontroversen Gedankenaustausch am Dienstag, 14. Mai, ab 19 Uhr. Referent ist der Theologe Matthias Braun von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Und wenn es um das Thema "Fehlschläge und Katastrophen in den Naturwissenschaften" am Mittwoch, 10. April, geht, ist die Diplom-Chemikerin Helga Brachmann zu Gast. Pfister und Kienel wiesen speziell zu diesem Thema auf das Arzneimittel Contergan hin, das letzten Endes nicht nur ein naturwissenschaftlicher Fehlschlag, sondern auch für die Betroffenen geradezu eine Katastrophe gewesen sei.

Lebende Maschinen

Sehr kontrovers wird in der Gesellschaft und in der wissenschaftlichen Debatte über "Künstliche Organismen und lebende Maschinen" diskutiert. Kann etwa auf diese Weise eine synthetische Biologie Einfluss auf die Natur nehmen? Da ist Sandra Fernau, eine Theologin von der Universität Erlangen-Nürnberg, die Vortragende. Termin ist am Mittwoch, 8. Mai.

Die Geschichte kommt gleich bei der ersten Veranstaltung am heutigen Mittwoch zu Wort. Werner Geiling von der Friedrich-Schiller-Universität in Jena erinnert an die "Debatten über das Fabrik- und Maschinenwesen im 19. Jahrhundert".

Praxisnah wird es am Mittwoch, 27. März, mit Markus Stark von der Hochschule Coburg. Dann geht es um "Chancen und Möglichkeiten des 3D-Drucks".

Um die Gestaltung der Energiewende geht es am Mittwoch, 29. Mai, mit Martin Hundhausen von der Uni Erlangen-Nürnberg.

Weitere Veranstaltungen

Themen sind auch "Techniken für das Entscheiden - im Kleinen wie im Großen" am Mittwoch, 5. Juni, mit Florian Heinz von der Fachhochschule Erfurt, "Globale Herausforderungen aus der Technik von morgen" am Mittwoch, 26. Juni, mit Karl-Heinz Feller von der Ernst-Abbe-Hochschule in Jena und "Konkurrenz für die natürliche Intelligenz" am Mittwoch, 3. Juli.

Die Veranstaltungen des Studiums Generale beginnen alle um 19 Uhr und finden im Dekanats- und Pfarrzentrum St. Augustin am Hofgarten statt. Wer alle Veranstaltungen besuchen will, zahlt 60 Euro. Einzeltickets kosten zehn Euro. mako

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