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Das Nein zu den Windrädern

Beim Stammtisch des Bürgervereins Burgkunstadt stellten die Anwesenden zahlreiche Fragen zu den letzten beiden Stadtratssitzungen im Juli. Sie wollten wissen, warum auch die Fraktion des Bürgervereins...
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Beim Stammtisch des Bürgervereins Burgkunstadt stellten die Anwesenden zahlreiche Fragen zu den letzten beiden Stadtratssitzungen im Juli. Sie wollten wissen, warum auch die Fraktion des Bürgervereins geschlossen gegen die geplanten Windräder bei Ebneth und bei Reuth gestimmt habe.

Fraktionsvorsitzender und Umweltreferent Thomas Müller erläuterte: "Im Regionalplan Oberfranken West ist ein Mindestabstand von circa 1000 Metern zur nächsten Wohnbebauung festgelegt. Dieser wird bei den vorgelegten Planungen in sechs Fällen zum Teil erheblich unterschritten."

Die Betreiber hätten zwar versprochen, die aktuell modernsten Anlagen zu bauen. Auf seine Nachfrage hätten sie aber keine konkreten Daten über die Lautstärke der Betriebsgeräusche der Windmühlen machen können. Müller: "Deshalb sollte man zuerst genügend Informationen sammeln, bevor man eine Entscheidung fällt."

Was Vorrang hat

So sei der Fraktion des Bürgervereins unter den gegenwärtigen Voraussetzungen gar nichts anderes übrig geblieben, als sich auch gegen einen Bebauungsplan auszusprechen. Bei dieser Sachlage müssten die betroffenen Menschen mit einbezogen werden. Denn berechtigte Ansprüche der Menschen müssten Vorrang vor energiepolitischen Erwägungen haben.

Beim Stammtisch wurde außerdem gefragt, warum drei Stadträte des Bürgervereins gegen die Fortführung des Defizitvertrags mit dem Katholischen Kindergarten gestimmt hatten. Stellvertretender Fraktionsvorsitzender Alexander Hanna erklärte dazu: "Wir sind mit der Entwicklung des Kindergartens unter der Leitung des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) sehr zu frieden. In der neuen Krippengruppe ist aufgrund der baulichen Situation der Hausmeisterwohnung der Grundschule ein erhöhter Personalbedarf notwendig. Wir halten es gerade in der Krippe für wichtig, dass eine Erzieherin möglichst wenige Kinder betreuen muss. Damit kann sie sich um das einzelne Kind besser kümmern." Wenn dadurch ein finanzielles Defizit entstehe, müsse es ausgeglichen werden.

In den vergangen Jahren sei bei den Betriebskosten erfreulicherweise jeweils ein größerer Überschuss erzielt worden. Als Erstes solle ein eventuell entstehendes Defizit im neuen Jahr mit diesen Überschüssen aus den vorherigen Jahren gedeckt werden.

Anschließend könne das verbleibende Defizit von der Stadt über den Defizitvertrag ausgeglichen werden. Da dieser Vorschlag abgelehnt worden sei, hätten mehrere Räte des Bürgervereins dagegen gestimmt.

Einig ist sich die Fraktion des Bürgervereins einer Pressemitteilung zufolge, dass das Geld für eine bessere Betreuung der Kinder sehr gut angelegt ist. red

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