Haßfurt

Das Museum würdigt den Lindenbaum

Die Reihe der "Sommerreisen" des Historischen Vereins Landkreis Haßberge zum Thema "Linden" ging mit dem Besuch des Lindenbau(m)museums in Neudrossenfeld zu...
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Die Reihe der "Sommerreisen" des Historischen Vereins Landkreis Haßberge zum Thema "Linden" ging mit dem Besuch des Lindenbau(m)museums in Neudrossenfeld zu Ende.
In diesem reizvollen Ort in der Nähe von Bayreuth, der selbst eine alte Tanzlinde aufzuweisen hat, wurde unter der Leitung von Professor Dr. Rainer Graefe von der Universität Innsbruck ein Museum eingerichtet, das Bauformen sogenannter geleiteter Linden aus dem europäischen Raum darstellt. Die maßstabsgerechten Modelle wurden von Architekturstudenten nach genauer Vermessung der Originale hergestellt. Erstaunlich sind die Vielfalt und teils die Skurrilität, die man sich bei der Formgebung der Bäume ausdachte.


120 Meter Umfang

Vom Umfang her schießt die über 1200 Jahre alte Linde auf dem Marktplatz des hessischen Schenklengsfeld den Vogel ab; sie hat immer noch einen Kronenumfang von 120 Meter.
Aber auch die Linde an der ehemaligen Kirchenburg von Effeltrich im Forchheimer Land mit etwa 20 Meter Durchmesser ihres Laubdaches kann sich sehen lassen. Aus der näheren Umgebung sind die Linden in Birnfeld, Gädheim, Grettstadt, Ottendorf, Salmsdorf, Untertheres, Unter- und Obereuerheim berücksichtigt.
Bürgermeister Harald Hübner, der die Besucherschar aus dem Kreis Haßberge durch die Ausstellung führte, konnte mit Stolz darauf verweisen, dass das 2014 eröffnete Museum bei der Standortwahl gegen das schweizerische Zürich den Vorzug erhielt. Es ist integriert in einen umfänglichen Komplex und entstand in unmittelbarer Nähe von Kirche und Schloss, der einst eine Brauerei mit Gastwirtschaft, Scheunen und Stallungen umfasste.


Vor dem Verfall bewahrt

Um dieses beachtliche Anwesen vor dem drohenden Verfall zu retten und einer Revitalisierung zuzuführen, erwarb es die Gemeinde im Jahre 2008.
Mittlerweile wurden daraus mit einem Gesamtkostenaufwand von etwa acht Millionen Euro, wovon allein die Gemeinde 1,7 Millionen Euro zu stemmen hatte, wieder eine Brauerei mit Wirtshaus und verschiedenen Veranstaltungsräumen, die von der Aktiengesellschaft Drossenfelder Bräuwerk AG betrieben wird, und eben dass Lindenbau(m)museum.
In den schönen Brauereihof kehrten die Sommerreisenden dann gerne ein.


Zum Burgstall bei Limbach

Die letzte Sommerreise des Historischen Vereins am kommenden Donnerstag, 24. August, bleibt in den Grenzen des Landkreises. Sie führt zu dem Burgstall bei Limbach, wo die bisherigen Ergebnisse der archäologischen Ausgrabungen durch die Universität Bamberg erläutert werden.
Der Treffpunkt ist die Mainlände in Eltmann wieder um 17 Uhr unterhalb der Gastwirtschaft "Mainterrasse", wo später auch die Einkehr stattfindet. Dort werden Fahrgemeinschaften gebildet, da es in mehr oder weniger unwegsames Gelände geht, für das auch festes Schuhwerk empfohlen wird. kk

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