Kulmbach

Das Kultauto von der Insel

Auf dem Kulmbacher Marktplatz konnten verschiedene Modelle des legendären Morris Minor bestaunt werden.
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Der Morris Minor war in seiner Heimat England das Kultauto der 50er Jahre. Am Wochenende trafen sich 17 Oldtimerfans aus Deutschland und Österreich in Kulmbach, die schmucken Karossen konnten auch am Marktplatz bestaunt werden.

Mittendrin war Walter Schaller vom Oldtimer-Stammtisch Kulmbach, der auch stolzer Besitzer eines Morris Minor ist. Er hatte das Jahrestreffen des Vereins "Morris Minor Register Deutschland" in die Bierstadt geholt. Auf dem Programm standen Ausflugsfahrten in die Fränkische Schweiz sowie Besuche des Deutschen Dampflokomotiv-Museums und der Plassenburg. Die automobilen Kostbarkeiten von der Insel hatten zwischen 34 und 50 PS unter der Haube.

"Der Morris ist im Prinzip der Vater des frühen Mini und der Großvater des heutigen", erläuterte Walter Schaller. Der Wagen wurde von 1948 bis 1971 in England gebaut und genoss in der 50er Jahren auf der Insel den Status eines Volksautos - vergleichbar mit dem VW Käfer in Deutschland oder dem Fiat 500 in Italien.

Die erste Version sollte ursprünglich "Mosquito" heißen. Sie war das Werk eines Teams um Sir Alec Issigonis, der später den Mini konstruierte und Berühmt erlangte.

Auch als Kombi oder Pick-up

Bei dem Jahrestreffen konnten nahezu alle Modelle bestaunt werden, angefangen von der zwei- oder viertürigen Limousine bis hin zum Kombi, dem Cabriolet und einem Pick-up. Walter Schaller freute sich, dass die Oldtimerfreude aus ganz Deutschland angereist waren. "Wir tun alles, damit unsere Stadt weiter bekannt wird."

Bürgermeister Ralf Hartnack hieß die Oldtimerfreunde herzlich willkommen und stellte ihnen die Bierstadt mit all ihren Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten vor. Er dankte Walter Schaller, der in Kulmbach der Chef sei, wenn es um Oldtimer gehe.

Schaller selbst hob das Miteinander im "Morris Minor Register Deutschland" hervor. Der Verein sei vor fünf, sechs Jahren an ihn herangetreten, ob man nicht in Kulmbach ein Jahrestreffen ausrichten könnte. Nun sei es soweit.

Jubiläum steht an

Mit dabei war auch Klubpräsident Eckhard Blöcher. "Letztes Jahr waren wir in Bregenz und im nächsten Jahr geht es nach Hamburg, wo wir auch unser 25-jähriges Bestehen feiern", blickte er bereits voraus.

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