Feuln

Das Jubiläum rückt näher

Die im vergangenen Jahr komplett überarbeitete und erneuerte Vereinsfahne - einschließlich der aus Seide gefertigten Bänder - hing für alle sichtbar an der Wand des Vereinsheims, als Gisela Ohnemüller...
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Die im vergangenen Jahr komplett überarbeitete und erneuerte Vereinsfahne - einschließlich der aus Seide gefertigten Bänder - hing für alle sichtbar an der Wand des Vereinsheims, als Gisela Ohnemüller die Mitglieder des Gesangvereins Feuln-Waizendorf zur Hauptversammlung begrüßte. Die Vorsitzende kam gleich auf den Grund dafür zu sprechen: Die 100-Jahr-Feier des Männergesangvereins, der am 6. Januar 1922 gegründet wurde, wirft bereits ihre Schatten voraus.

Ohnemüller rief alle Mitglieder auf, sich schon mal Gedanken darüber zu machen, wie dieses Jubiläum gestaltet werden soll. "Bis Mitte dieses Jahres sollten dazu schon konkrete Vorstellungen vorliegen."

Der Geschäftsführer des Sängerkreises Bayreuth-Hof-Kulmbach-Wunsiedel, Ernst Klughardt, wies darauf hin, rechtzeitig die "Zelter-Plakette" zu beantragen, die höchste deutsche Ehrung für Amateurchöre.

Dann stand erst einmal das abgelaufene Vereinsjahr im Mittelpunkt. "Auch 2019 hat unser Chor wieder zahlreiche Auftritte mit Bravour gemeistert", lobte die Vorsitzende. "Wir haben das Glück, mit Christian Knörrer einen sehr erfahrenen Chorleiter zu haben." Er kenne seine "Pappenheimer" und habe deshalb immer ein richtiges Händchen bei der Auswahl des Liedgutes, so dass die jeweiligen Vorträge immer zu einem beeindruckenden Erlebnis werden.

Ihr Dank galt weiterhin den Sängern für ihre Mühe, Zeit und Energie, die sie für die wöchentlichen Singstunden, die Liederabende und Ständchen aufwenden, um das Publikum damit zu erfreuen. Die Vorsitzende appellierte an die Mitglieder, die Sänger bei ihren Auftritten immer zahlreich zu unterstützen. "Der Chor hat das einfach verdient, weil er gut ist."

Gelegenheiten zu glänzen gab es beispielsweise wieder beim Trebgasttaler Sängertreffen in Bindlach, bei dem der Chor zeigte, dass er nicht "auf Teufel komm raus" an alten Zöpfen hängt. Erstmals begleitete beim Lied "Ich wollte nie erwachsen sein" mit Nina Knörrer als Solistin eine Frau den reinen Männerchor. Nach dem Singen zum 1. Mai konzentrierte sich die größere Anzahl der Konzerte wie immer auf den Herbst. Das letzte Ständchen des Jahres wurde an Silvester dem Chorleiter und seiner Frau Annelore zur diamantenen Hochzeit gebracht.

Das gesellschaftliche Vereinsleben rief Schriftführer Roland Lutz in Erinnerung. Er erinnerte an die Teilnahme am Maibaumaufstellen in Lindau und am Fest der Alladorfer Sänger, bei dem Ludwig Beierlein erstmals die restaurierte Fahne schwenkte, die Beteiligung am autofreien Sonntag im Mai und den Ausflug nach Streitberg.

Andreas Renner berichtete von nahezu identischen Einnahmen und Ausgaben.

Dass es früher Usus war, gleich nach dem Stimmbruch in den örtlichen Gesangverein einzutreten, zeigte sich am Beispiel von Hermann Oetter, der für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt und in Anerkennung für seine langjährige Treue zum Ehrenmitglied ernannt wurde.

Der früher aktive Sänger folgte mittlerweile der Arbeit und der Liebe und wohnt jetzt 400 Kilometer von seinem Heimatort entfernt.

Abwechslung brachten die Sternsinger mit ihrem Lied "Seht ihr unseren Stern dort stehen". Dieter Hübner

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