Großheirath

Das Jahr mit dem tollen Konzert mit Kathy Kelly endet mit dem Abschied des Dirigenten

Beim Gesangverein Großheirath geht eine Ära zu Ende. Horst Angermüller, der seit 1967 den Gemischten Chor leitete, legt seinen Dirigentenstab nieder. Über 50 Jahre lang hielt er ihn in den Händen. Ang...
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Ehrungen beim Gesangverein Großheirath (von links): Edeltraud Obermüller, Gerhard Schwämmlein, Bürgermeister Udo Siegel, Walter Strohmaier, Horst Angermüller, Gudrun Schramm, Regina Birke, Margot Nesbor  Foto: Michael Stelzner
Ehrungen beim Gesangverein Großheirath (von links): Edeltraud Obermüller, Gerhard Schwämmlein, Bürgermeister Udo Siegel, Walter Strohmaier, Horst Angermüller, Gudrun Schramm, Regina Birke, Margot Nesbor Foto: Michael Stelzner

Beim Gesangverein Großheirath geht eine Ära zu Ende. Horst Angermüller, der seit 1967 den Gemischten Chor leitete, legt seinen Dirigentenstab nieder. Über 50 Jahre lang hielt er ihn in den Händen. Angermüller möchte beim Chor als Tenorsänger bleiben.

Bei der Hauptversammlung wurde Angermüller, der schon seit 1961 als stellvertretender Dirigent tätig war, besonders geehrt. Zusammen mit der Gruppenvorsitzenden der Sängergruppe Itzgrund, Edeltraud Obermüller, überreichte der Vorsitzende Prof. Walter Strohmaier ein besonderes Erinnerungsgeschenk und eine Urkunde.

Horst Angermüller blickte zurück und konnte von vielen schönen Erlebnissen mit dem Chor berichten. "Ohne die Sängerinnen und Sänger ist der Chorleiter ein Nichts", sagte er. Trotz der vielen Arbeit in seiner Landwirtschaft habe er diese Tätigkeit für den Verein gerne gemacht. "Oft bin ich vom Mähdrescher oder Traktor runter, habe mich umgezogen und den Chor bei einer Hochzeit oder einer anderen Feierlichkeit dirigiert und bin dann gleich wieder zurück", erzählte Angermüller. Kritik der Sängerinnen und Sänger habe ihn stets zur Verbesserung angespornt. Er habe viele Weiterbildungen besucht und die Ausbildung zum staatlich anerkannten Chorleiter in der Laienmusik erfolgreich abgelegt. Aber auch aus den Gruppensingstunden habe er sehr viel für seine Chorarbeit gelernt. Mit den Vereinsführern der vergangenen 50 Jahre habe er stets sehr gut zusammengearbeitet, auch mit dem Chorleiter des Gospelchores, Thomas Günther.

Bei der Versammlung machte man sich Gedanken über die Zukunft des Vereins und seiner Chöre. So beschlossen die Mitglieder, dass die beiden Chöre, Gemischter Chor und Gospelchor, zunächst für ein halbes Jahr einen Chor bilden sollen, der von Thomas Günther geleitet wird. Die Singstunden sollen wöchentlich immer am Sonntagabend im Gasthaus Fischer stattfinden. Außerdem will man einen Projektchor gründen. Man hegt die Hoffnung, dadurch neue Sängerinnen und Sänger zu gewinnen.

Horst Angermüller bemängelte in seinem Chorleiterbericht, dass der Singstundenbesuch des gemischten Chores nach der Sommerpause schlecht gewesen sei. Erst nach ein paar Wochen habe sich dieser wieder verbessert. Die Auftritte, darunter das Adventskonzert, habe der Chor sehr gut gemeistert. Angermüller dankte Thomas Günther und Karin Rittweger, die für die Stimmbildung zuständig waren.

Höhepunkt des Jahres sei das Konzert mit Kathy Kelly anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Gospelchores in der Kirche in Großheirath gewesen. Die intensive Probenarbeit für das ausverkaufte Konzert habe sich gelohnt, denn alles habe sehr gut geklappt. "Es war nicht einfach, es waren alle gefordert", blickte Thomas Günther zurück. Dabei habe der ganze Chor an einem Strang gezogen, freute sich der Chorleiter, und das Publikum, das aus ganz Oberfranken gekommen sei, sei total begeistert gewesen, stellte Günther fest. Beim Adventskonzert habe man zusammen mit dem Gemischten Chor ein tolles Klangbild geboten. "Wir können zusammen singen, egal ob englisch oder deutsch", betonte Günther.

Vorsitzender Walter Strohmaier blickte in seinem Bericht auf die Veranstaltungen zurück und gab Daten aus den Gruppensitzungen und dem Kreissängertag bekannt. So hat der Gesangverein Großheirath insgesamt 74 Mitglieder, darunter 42 Aktive, 25 im Gemischten Chor und 28 im Gospelchor. Elf Mitglieder singen in beiden Chören. Der Gospelchor absolvierte im vergangenen Jahr 27 Chorproben. Dabei waren rund 20 Sängerinnen und Sänger anwesend. Strohmaier lobte den ehrenamtlichen Chorleiter Thomas Günther, der zu den Chorproben und Aufritten extra von Nürnberg anreise.

Im Gemischten Chor ist die Zahl der Aktiven gleich geblieben, man konnte einen Abgang und einen Neuzugang verzeichnen. Karin Rittweger übernimmt übergangsweise die Chorleitung. Der Gemischte Chor hat im vergangenen Jahr 36 Singstunden durchgeführt. Alle Chorproben oder Singstunden haben in beiden Chören Margot Nesbor, Karin Rittweger sowie Gerold Hümmer besucht und wurden dafür besonders geehrt.

"Die Gesangvereine sind die Symphonieorchester der kleinen Gemeinden", sagte Bürgermeister Udo Siegel in seinem Grußwort. Er lobte die vielfältigen Aktivitäten des Gesangvereins. Der Vorstand und die Chorleiter leisteten eine hervorragende Arbeit. mst

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