Vierzehnheiligen
Messe

Das Hubertuskreuz leuchtete und Parforcehörner erklangen

Es ist ein alter Brauch, dass sich bestimmte Berufsgruppen einen Heiligen, mit dem sie etwas Besonderes verbindet, als Patron wählen, so die Jäger und Forstleute den heiligen Hubertus, der auch Jäger ...
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Von der Orgelempore der Basilika Vierzehnheiligen erklang Jagdhornmusik der Parforcegruppe des Bayerischen Jagdschutz- und Jägervereins Lichtenfels. Foto: Gerd Klemenz
Von der Orgelempore der Basilika Vierzehnheiligen erklang Jagdhornmusik der Parforcegruppe des Bayerischen Jagdschutz- und Jägervereins Lichtenfels. Foto: Gerd Klemenz

Es ist ein alter Brauch, dass sich bestimmte Berufsgruppen einen Heiligen, mit dem sie etwas Besonderes verbindet, als Patron wählen, so die Jäger und Forstleute den heiligen Hubertus, der auch Jäger war. Zu einem christlichen Brauch sind die Hubertusmessen geworden, bei der Jäger und Freunde des Waidwerks mit Blasinstrumenten den musikalischen Teil des Gottesdienstes gestalten.

Seit vielen Jahren wird die Messe auch in der Basilika Vierzehnheiligen gefeiert. Die Parforcegruppe des Bayerischen Jagdschutz- und Jägervereins Lichtenfels beeindruckte mit kräftigem Hörnerklang. Vor der Basilika blies die Fürst-Pless-Horn-Bläsergruppe aus Bad Staffelstein vor und nach dem Gottesdienst traditionelle Jagdsignale. Vor dem Antoniusaltar standen vor einer stilisierten Tannenschonung weidmännische Motive und das Hubertuskreuz leuchtete zwischen den Gehörn eines Hirsches. Buntes herbstliches Laub umrahmte die jagdliche Szene.

Die Hubertusmesse wird jährlich zur Erinnerung an den heiligen Hubertus von Lüttich um den 3. November, dem Hubertustag, gehalten. Der Überlieferung nach war Hubertus als junger Edelmann ein leidenschaftlicher Jäger, der die Erlegung des Wildes als Selbstzweck sah. Später erkannte Hubertus in allen Wesen Geschöpfe göttlichen Ursprungs und hat sich deshalb hegend und pflegend für sie verwandt. Diese Grundhaltung der "Achtung vor dem Geschöpf" ging als Waidgerechtigkeit in die Verhaltensgrundsätze der Jägerschaft ein.

In seiner Predigt ging Pater Johannes zunächst auf die Legende des heiligen Hubert ein. Seine Freude sei die Jagd und die Liebe seiner Frau gewesen. "Wir Menschen jagen nach dem Glück und suchen es zu erhaschen in den verschiedensten Formen und Gestalten. Vielleicht müssen wir durch manche Enttäuschungen und Leiden hindurch, bis wir unseren Weg zum inneren Frieden finden", so der Franziskanerpater.

Hubert lebte nach der Erscheinung des Gekreuzigten als Einsiedler im Wald, die Natur sprach zu einem aufgeschlossenen Menschen. Die unsichtbare Wirklichkeit Gottes, seine Macht und Gottheit, werde in den Werken der Schöpfung offenbar. "Gehen wir nicht blind durch die Welt, sondern erkennen und loben wir Gott für seine wunderbaren Werke", appellierte der Geistliche. "Viel drastischer als unsere Vorfahren sind wir heute darauf gestoßen, dass wir nicht willkürlich mit Gottes Schöpfung umgehen und sie einfach ausbeuten dürfen." gkle

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