Haßfurt
Medizin 

Das Herz pulsiert jetzt in 3D

Ein neues Ultraschallgerät am Haßfurter Krankenhaus ermöglicht eine bessere Diagnostik. Die Technik soll dazu beitragen, die künftige Ausrichtung der Haßberg-Kliniken zu stärken. Patienten müssen nicht mehr weitergeschickt werden.
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Der neue Herz-Ultraschall liefert dreidimensionale und farbige Bilder. Zum Vergleich sind links die zweidimensionalen Aufnahmen zu sehen. Das neue Gerät wird bereits am Haßfurter Krankenhaus für die Diagnostik eingesetzt.  Fotos: Kommunalunternehmen Haßberg-Kliniken/Marco Heumann
Der neue Herz-Ultraschall liefert dreidimensionale und farbige Bilder. Zum Vergleich sind links die zweidimensionalen Aufnahmen zu sehen. Das neue Gerät wird bereits am Haßfurter Krankenhaus für die Diagnostik eingesetzt. Fotos: Kommunalunternehmen Haßberg-Kliniken/Marco Heumann
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Mit dem neuen Herz-Ultraschall der Inneren Medizin am Haus Haßfurt der Haßberg-Kliniken kann dreidimensional ins Herz geblickt werden. Das eröffnet vor allem im Bereich Diagnostik neue und bessere Möglichkeiten, teilte das Kommunalunternehmen Haßberg-Kliniken jetzt mit.
  Bumm-bumm, bumm-bumm! Das Bild pulsiert. Immer wieder öffnet und schließt sich die Mitralklappe. In Farbe. Und dreidimensional. Fast meint man, das Herz auf dem Bildschirm greifen zu können.
"Der neue Herz-Ultraschall ist eine echte Innovation", freut sich Dr. Stefan Hochreuther. Eine Innovation, die nicht nur beeindruckende Bilder liefert, "sondern uns und vor allem den Patienten einen hohen Nutzen bringt", erklärt der Chefarzt der Inneren Abteilung am Haus Haßfurt der Haßberg-Kliniken. Er vergleicht das Verfahren mit Ultraschall-Untersuchungen in der Gynäkologie (Geburtshilfe), die dort im Allgemeinen schon seit Längerem üblich sind.
Mit dem neuen Herz-Ultraschall, der seit einigen Tagen in der Inneren Ambulanz zur Verfügung steht, kann der Arzt quasi direkt ins Herz blicken. "Zwischen Bamberg und Schweinfurt gibt es sonst nirgends diese Möglichkeit", hebt Dr. Stefan Hochreuther den besonderen Stellenwert hervor, den die Haßberg-Kliniken durch das neue Gerät einnehmen.


Bisher nur zweidimensional

Eine Sonde, die über die Speiseröhre eingeführt wird, liefert dreidimensionale Bilder von dem besonderen Muskel im menschlichen Körper oder auch von den Herzklappen. Bisher gab es diese Bilder nur zweidimensional.
"Durch die neue Perspektive ist eine bessere und frühzeitigere Diagnostik möglich", führt der Kardiologe, der seit einem guten halben Jahr als Chefarzt der Inneren Abteilung in Haßfurt tätig ist, aus. Herzerkrankungen können damit leichter und vor allem früher erkannt werden. "Das gibt den Patienten zusätzlich Sicherheit", sagt der Mediziner.
Zudem eröffnet sich mit dem neuen Herz-Ultraschall die Möglichkeit, die Diagnostik und die vorbereitenden Untersuchungen bei geplanten Eingriffen, zum Beispiel an der Herzklappe, in Haßfurt zu realisieren. "Bisher mussten wir diese Patienten wegschicken und an andere Kliniken verweisen", berichtet der Chefarzt.
Jetzt können Bilder in 3D direkt an den Operateur übertragen werden. Der Patient kann bis zum Eingriff in seiner gewohnten Umgebung versorgt werden.
Die Investition in das neue Herz-Ultraschallgerät - mit dem übrigens auch weiterhin die klassischen 2D-Bilder erzeugt werden können - ist für die Haßberg-Kliniken ein weiterer Schritt in Richtung "Zukunftssicherung". "Wir legen großen Wert auf eine ausgefeilte Diagnostik", nennt Stephan Kolck, Vorstand des Kommunalunternehmens, einen zentralen Punkt in der Ausrichtung der Krankenhäuser im Landkreis.
Krankheiten frühzeitig zu erkennen und umfassende Informationen über das Krankheitsbild zu liefern, werde ein immer wichtigerer Faktor. "Wir können das und wollen in diesem Bereich top sein. Der Herz-Ultraschall ist dafür ein wichtiger Mosaikstein", sagt Kolck. red






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