Zapfendorf
zapfendorf.inFranken.de  24 Stunden waren die Jugendlichen der Feuerwehr Zapfendorf im Dauereinsatz, um diesen Dienst kennenzulernen.

Das Gerätehaus als ständige Wache

Eine ständige Wache wie in Bamberg oder gar eine Berufsfeuerwehr wie in Würzburg oder Nürnberg, die rund um die Uhr besetzt ist, gibt es in der 5000 Einwohner zählenden Marktgemeinde Zapfendorf natürl...
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Der Berufsfeuerwehrtag der Freiwilligen Feuerwehr Zapfendorf war die ideale Gelegenheit für den Nachwuchs, den erwachsenen Kollegen bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen. Foto: Martina Drossel
Der Berufsfeuerwehrtag der Freiwilligen Feuerwehr Zapfendorf war die ideale Gelegenheit für den Nachwuchs, den erwachsenen Kollegen bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen. Foto: Martina Drossel

Eine ständige Wache wie in Bamberg oder gar eine Berufsfeuerwehr wie in Würzburg oder Nürnberg, die rund um die Uhr besetzt ist, gibt es in der 5000 Einwohner zählenden Marktgemeinde Zapfendorf natürlich nicht. Wohl aber eine ganze Reihe Kinder und Jugendliche, die Feuer und Flamme für die Feuerwehr sind.

Und so luden die Führungskräfte der Feuerwehr Zapfendorf kürzlich ihren Nachwuchs zu einem ganz besonderen Erlebnis ein: zu einem Berufsfeuerwehrtag, bei dem die Jugendlichen 24 Stunden lang in die Rolle eines Berufsfeuerwehrmannes schlüpfen konnten.

Dafür hieß es früh aufstehen: Kommandant Stefan Eichelsdörfer ließ die Jugendgruppe samt Betreuer pünktlich um 8 Uhr am Feuerwehrhaus antreten. "Es war für die Jungs und Mädels ein besonderes Gefühl, weil sie nicht wussten wie viele ,Einsätze‘ und dergleichen mehr geplant sind", so der Leiter der Feuerwehr. Und die Zapfendorfer hatten sich einiges einfallen lassen.

Realistisches Szenario

Jugendwart Johannes Weber und Jugendbetreuer Patrick Tuttor hatten den Tag organisiert. Sie teilten ihre Schützlinge in zwei Löschgruppen ein. Ihre erste Aufgabe: Betten vorbereiten und beim Frühstücken Kraft tanken. Doch die Ruhe hielt nicht lange, die erste Alarmierung folgte keine 30 Minuten nach Dienstbeginn. Ölspur am Ortsausgang von Zapfendorf lautete das Szenario.

Die Organisatoren sollten die Jugendlichen an diesem Berufsfeuerwehrtag ordentlich auf Trab halten. Zehn klassische Einsätze aus dem Feuerwehralltag gab es zu bewältigen, vom Mülltonnennbrand über Kleintierrettung bis hin zur nächtlichen Personensuche und dem Ausleuchten eines Hubschrauberlandeplatzes. "Ein Höhepunkt war dann der Einsatz mit der Durchsage ,unklare Rauchentwicklung in der Frankenstraße 24 in Zapfendorf', sagt Kommandant Stefan Eichelsdörfer und muss grinsen. Die Adresse ist wohl allen in seiner Führungsriege bekannt, die Jugendlichen aber wussten nicht, was auf sie zukommen sollte.

Und so staunten sie, als die vermeintliche Einsatzstelle sich als das Anwesen des Kommandanten entpuppte - und dass es daraus wirklich rauchte.

Löschangriff aufgebaut

Schnell wurde ein Löschangriff aufgebaut. Selbst nach Übungsende rauchte es weiter. Diesmal aber ganz bewusst: Der Leiter der Wehr hatte den Grill angeschürt und verköstigte zusammen mit seiner Frau die Berufsfeuerwehrleute in spe mit Steaks und Bratwürsten.

Mit vollem Magen und tollen Eindrücken ging es später wieder ins Gerätehaus.

"Insgesamt betrachtet war es ein super Tag für alle Beteiligten, an dem aber auch der Spaß nicht zu kurz gekommen ist", bilanziert Stefan Eichelsdörfer. "Das aber geht alles nur, da wir von der Integrierten Leitstelle Bamberg-Forchheim, dem gemeindlichen Bauhof sowie etlichen Firmen unterstützt wurden." Martina Drossel

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