Hallerndorf

Das ganze Publikum singt mit

Das Konzert des Gospelchores "Charisma" in Hallerndorf ist der Abschied von Chorleiter Ingo Behrens. Seine Nachfolge tritt Bernhard Stadter an. Während der 90 Minuten gibt es einige Überraschungen.
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Dirigent Ingo Behrens animiert die Konzertbesucher, mitzusingen. Foto: Mathias Erlwein
Dirigent Ingo Behrens animiert die Konzertbesucher, mitzusingen. Foto: Mathias Erlwein

Das Konzert des Gospelchores "Charisma" in der Hallerndorfer St.-Sebastian-Kirche hatte das Thema "Frieden finden". Es war das Abschiedskonzert von Chorleiter Ingo Behrens, der nach über zwölfjähriger Leitung den Chor ab Dezember nicht mehr dirigiert. Seine Nachfolge tritt Bernhard Stadter an.

In der prall gefüllten Kirche durften sich die Zuhörer auf eine 90-minütige musikalische "Friedenssuche" quer durch die Jahrhunderte und Musikstile freuen. Dem kräftigen traditionellen Spiritual "Study war no more" folgte das gefühlvolle Stück "From a distance" von Julie Gold nach einem Arrangement von Ingo Behrens.

Für eine Überraschung sorgte der Dirigent, als beim stimmgewaltigen gregorianischen Choral "Da pacem Domine" nach und nach immer mehr Sänger aus dem Publikum einstimmten. Es waren vorher wohlplatzierte Mitglieder des Forchheimer Chores "Messa di Voce", der ebenfalls von Behrens geleitet wird. So wurde aus den 20 Stimmen von "Charisma" plötzlich ein fast 50-stimmiger Chor.

Doch damit gab sich Behrens noch nicht zufrieden. Zum Kanon "Dona nobis pacem" forderte er alle Konzertbesucher auf, mitzuwirken. Die über 150 Besucher machten gerne mit und sangen den Kanon mit stimmlicher Unterstützung der im Kirchenrund verteilten Sänger von "Charisma" vierstimmig.

Sein ganzes Können zeigte der Chor im letzten Teil des Konzertes. Bei den Stücken "Wir ziehen in den Frieden" von Udo Lindenberg, "Zombie" von Dolores O'Riordan sowie "Imagine" und "Give peace a chance" von John Lennon überzeugte die 20-köpfige Truppe mit ihren herausragenden Solo-Sängerinnen Claudia Hagen und Heike Nagengast-Beck.

Der immer wieder tosende Applaus war dann einmal fast schon ein Orkan, als das Zulu-Traditional "Thula Sizwe" mit enorm viel Gefühl und in perfekter Harmonie der Einzelkünstler und dem Chor dargeboten wurde. Die Zugabe war schließlich gleichzeitig auch ein musikalisches Abschiedsgeschenk von "Charisma" an den Dirigenten. Sie hatten Lindenbergs "Wir ziehen in den Frieden" in "Ingo, du wirst uns fehlen" umgetextet. Dirigent Ingo Behrens animierte die Konzertbesucher, mitzusingen.

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