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Das Feuerwehrhaus bleibt eine "offene Baustelle"

Die Feuerwehr Wilhelmsthal hielt im Gasthaus "Zum Hauptmann" Rückblick auf das abgelaufene Jahr. Die Freude über das neue Mehrzweckfahrzeug ist ebenso groß wie über die stetig ansteigende Mitgliederza...
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Das Feuerwehrhaus bleibt größte "offene Baustelle" der Wilhelmsthaler Wehr.
Das Feuerwehrhaus bleibt größte "offene Baustelle" der Wilhelmsthaler Wehr.

Die Feuerwehr Wilhelmsthal hielt im Gasthaus "Zum Hauptmann" Rückblick auf das abgelaufene Jahr. Die Freude über das neue Mehrzweckfahrzeug ist ebenso groß wie über die stetig ansteigende Mitgliederzahl. Sorge bereitet indes weiterhin das Feuerwehrhaus.

Leider seien, so 1. Vorsitzender Frank Fischer, auch im vergangenen Jahr keine Nägel mit Köpfen gemacht worden. "Irgendwann ist das Maß voll", zeigte er sich enttäuscht. Das Gerätehaus werde bereits seit 1981 stets im Besichtigungsbericht angemahnt. "Die Verantwortung liegt bei der Gemeinde", betonte er. Sollte sich weiterhin nichts tun, laufe man Gefahr, eines Tages "dicht" gemacht zu werden.

Kommandant Christian Peter freute sich, Dennis Heymann, Marvin Raab und Patrick Köhlerschmidt mit Handschlag in die aktuell 53 Aktive zählende Wehr aufnehmen zu können. Er berichtete von rund 30 Einsätzen in 2019 mit 653 Einsatzstunden - ein starker Anstieg zum Vorjahr. Dabei handelte es sich um zwei abwehrende Brandschutz-Maßnahmen, 14 technische Hilfeleistungen sowie 15 sonstige Tätigkeiten. Im Berichtszeitraum hielt man 120 Übungs- und Ausbildungsveranstaltungen ab.

Aufgrund eines Rückrufs wegen defekter Einspritzventile verzögerte sich die Auslieferung des neuen Mehrzweckfahrzeugs. Dieses konnte schließlich am 10. Dezember 2019 von fünf Kameraden abgeholt werden. In der Heimat wurde der Abordnung ein gebührender Empfang bereitet; das Fahrzeug erhielt eine Vorsegnung durch Pfarrer Sven Raube. Peters Dank galt der Gemeinde, insbesondere Bürgermeisterin Susanne Grebner. Mehrere Aktive bildeten sich in Lehrgängen fort. Auch heuer wollen sich wiederum Aktive Fortbildungen unterziehen.

Vier Standorte diskutiert

Die von der Wehr erarbeitete 34-seitige Präsentation wurde am 6. Mai im Rathaus der Bürgermeisterin, Verantwortlichen der Gemeinde sowie den Fraktionsvorsitzenden vorgestellt. "Die Präsentation zeigt sachlich die Normbedürfnisse, Anforderungen und den Größenbedarf eines Feuerwehrhauses auf", so der Kommandant. Es wurden verschiedene Bauweisen erklärt, vier mögliche Standorte diskutiert sowie ein realistischer Zeitplan erstellt. Die geplante Vorstellung für den kompletten Gemeinderat fand bis dato noch nicht statt.

Frank Fischer blickte auf ein reges Vereinsleben zurück. So initiierte man eigene Veranstaltungen - wie die Christbaumsammlung, eine Schlachtschüssel, das Johannisfeuer mit Fackelzug der Kinder, die Nikolausparty und die Glühweinbude. Durch den Glühweinausschank beim Weihnachtsmarkt konnte man 755 Euro zum Gesamterlös beisteuern. Die Wehr hat derzeit 116 Mitglieder; ein Plus von vier Mitgliedern.

Die Wehr verfügt, so Atemschutzleiter Dominik Engelhardt, über 18 Atemschutzgeräteträger. Zwölf besuchten die Atemschutzübungsanlage in Kronach. Zusätzlich zu den Hauptübungen wurden elf Atemschutz-Übungen abhalten. Die Jugendfeuerwehr zählt neun Mitglieder. Jugendwart Dominik Fischer berichtete von 60 Veranstaltungen/Übungen, davon 104 Stunden feuerwehrtechnische Ausbildung und zehn Stunden allgemeine Jugendarbeit. Die Jugendlichen absolvierten die Jugendflamme Stufe 1 und 2, die Bayerische Jugendleistungsprüfung und den Wissenstest "Die Rettungskette und der Notruf" sowie "Erste Hilfe". Highlight war die Teilnahme am Kreisleistungsmarsch in Hesselbach. Ende April führte man eine Müllsammelaktion durch. Beim Fotowettbewerb der Jugendfeuerwehr des Landkreises Kronach erreichte man den 3. Platz und erhielt 50 Euro für die Jugendkasse. Zudem freute man sich über eine Spende über 200 Euro vom Friseursalon Heike Seliger und über 250 Euro von der Pfarrei St. Josef. Lucas Münzel kommt als Jugendbetreuer hinzu.

Den Eifer der aktuell insgesamt 20 Jungen und Mädchen der Kinderfeuerwehr lobte Markus Appelius. Man kam zu zehn Treffen zusammen. Des Weiteren nahmen die Kids am Kinderkinotag, am Kinderfeuerwehrtag in Zeyern und an der Fackelwanderung von Lahm nach Hesselbach teil. Heuer richtet man am 30. Oktober selbst die Fackelwanderung aus. Mit Maria Geistdörfer konnte man eine zusätzliche Stütze fürs Team gewinnen.

"Nur gemeinsam"

Pfarrer Sven Raube dankte den Kameraden für ihren Dienst am Nächsten. Zweiter Bürgermeister Gerhard Eidelloth lobte die Leistungsbilanz der Wehr. Das Feuerwehrhaus brenne unter den Nägeln. Das größte Problem stelle die Finanzierung dar, womit sich der neugewählte Gemeinderat befassen müsse. Sein Anliegen als neuer KBM im Unterkreis 1 sei, so KBM Markus Wachter, die überörtliche Zusammenarbeit aller Wehren. "Es geht nur gemeinsam", appellierte er. hs

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