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Wonfurt
Afrikahilfe

Das Engagement des Wonfurter Paters Klaus Braunreuther wirkt über seinen Tod hinaus

Der Freundeskreis "Pater Klaus" informiert über die Hilfe, die der aus Wonfurt stammende Benediktinerpater initiierte und die bis heute wirkt. Pater Klaus wurde 1937 in Wonfurt geboren und starb 2006....
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Der Freundeskreis "Pater Klaus" informiert über die Hilfe, die der aus Wonfurt stammende Benediktinerpater initiierte und die bis heute wirkt.

Pater Klaus wurde 1937 in Wonfurt geboren und starb 2006. Er hatte nach einer Schlosserlehre das Abitur nachgeholt und trat 1962 ins Benediktinerkloster Münsterschwarzach ein. Am 14. September 1963 legte er seine erste Profess ab. Dann folgten ein Philosophiestudium in St. Ottilien und ein Theologiestudium in Würzburg. 1970 wurde Pater Klaus in die Mission nach Tansania (Ostafrika) gesandt. Dort war er bis 1978 tätig. Im Januar 1979 besuchte er einen Pastoralkurs in Nairobi. Zu dieser Zeit wurde das erste Benediktinerkloster in Nairobi gebaut. Man bat Pater Klaus, dort auszuhelfen, und er blieb bis 2000. In Nairobi gründete er - neben seiner Arbeit als Seelsorger der Pfarrei, zu der 22 000 Menschen gehören - das Handwerkerzentrum und initierte die Sanierung des Slums in Matare Valley. 1997 wurde er Prior des Klosters und übergab dieses Amt im Jahr 2000 an den afrikanischen Nachfolger.

Im Oktober 2000 wurde Pater Klaus gebeten, die katholische Pfarrei St. Paul in Mtwara (Tansania) zu übernehmen. Im Juli 2001 trat er seinen Dienst an in der Pfarrei, die 3500 Katholiken hat - in einer Gesellschaft, die zu 85 Prozent muslimisch geprägt ist.

Werner Friedel, der Initiator der Kinderhilfe Tansania und Freund von Pater Klaus, informierte den Verantwortlichen des Freundeskreises, Georg Krebs, Holzhausen, über das Spendenaufkommen und die Verwendung der Gaben. Die 11 777 Euro werden für die Kindergärten der Pfarrei St. Paul eingesetzt. Friedel, der selbst jährlich zwei Mal auf eigene Kosten in Mtwara weilt, schreibt: "Mtwara ist nach dem Abflauen des Gasbooms wieder eine stille Stadt geworden, die Armut ist zurückgekehrt. Die internationalen Arbeiter sind abgezogen, viele Investoren sitzen nun auf riesigen leeren Hotels. Für den Teil der Bevölkerung, der nicht von dem Boom profitiert hat, hat das wenigstens etwas Gutes, denn die Preise sind wieder auf das Normalniveau gesunken." Aktuell werden in den Kindergärten der Pfarrei 430 Kinder auf die Schule vorbereitet. Im November sind 102 Vorschüler gut ausgebildet "entlassen" worden. Dafür sind 21 Frauen sozialversicherungspflichtig angestellt. Die Kinder erhalten an den Schultagen eine warme Mahlzeit (Maisbrei) und sauberes Wasser. Zwei der acht Kindergärten müssen wegen Bauschäden neu errichtet werden. In Mangamba muss für 30 Kinder neu gebaut werden.

Werner Friedel führt aus: "Insgesamt sind die Gebäude der Pfarrei mit der Zeit in die Jahre gekommen." Besonderer Dank geht an die Katholische Kirchenstiftung Ebern. red

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