Sanspareil
sanspareil.inFranken.de  Der Gartenbauverein zeichnet die schönsten Anwesen aus.

"Das Einfache ist das Beste"

Der Blumenteppich unter dem alten Kastanienbaum wechselt alle paar Wochen die Farbe: Wenn Märzenbecher und Winterlinge blühen, leuchtet er weiß-gelb, mit den Krokussen kommt Violett hinzu. Im Moment z...
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Ehrung für die schönsten Anwesen. Unser Bild zeigt (von links) Günter Reif, den Kreisvorsitzenden für Gartenbau, Anneliese Murrmann aus Fernreuth, Uwe Münch aus Sanspareil, Ingrid Polland in Vertretung für Erika Bär aus Großenhül, Bürgermeister Andreas Pöhner, Grete Hofmann aus Kleinhül, Helene Pfändner aus Kleinhül, Helga Weiß aus Gelbsreuth sowie den Vorsitzenden des Obst- und Gartenbauvereins Sanspareil, Reinhold Münch. Foto: Adriane Lochner
Ehrung für die schönsten Anwesen. Unser Bild zeigt (von links) Günter Reif, den Kreisvorsitzenden für Gartenbau, Anneliese Murrmann aus Fernreuth, Uwe Münch aus Sanspareil, Ingrid Polland in Vertretung für Erika Bär aus Großenhül, Bürgermeister Andreas Pöhner, Grete Hofmann aus Kleinhül, Helene Pfändner aus Kleinhül, Helga Weiß aus Gelbsreuth sowie den Vorsitzenden des Obst- und Gartenbauvereins Sanspareil, Reinhold Münch. Foto: Adriane Lochner

Der Blumenteppich unter dem alten Kastanienbaum wechselt alle paar Wochen die Farbe: Wenn Märzenbecher und Winterlinge blühen, leuchtet er weiß-gelb, mit den Krokussen kommt Violett hinzu. Im Moment ziehen kräftig gefärbte Blausterne Bienen und Hummeln an. Der Garten von Erika Bär aus Großenhül hat die Auszeichnung des Landkreises Kulmbach für ökologisch wertvolle Gärten erhalten. Die Kachel wurde bei der Jahreshauptversammlung des 143 Mitglieder starken Obst- und Gartenbauvereins Sanspareil im Landgasthaus Weith überreicht.

Da die 83-jährige Erika Bär an der Veranstaltung nicht teilnehmen konnte, nahm ihre Nachbarin Ingrid Polland die Auszeichnung stellvertretend entgegen. Sie kümmert sich gelegentlich um den Garten. "Viel Arbeit ist es nicht, die Blumen wachsen von alleine", sagte sie.

Der Gartenbau-Kreisvorsitzende Günter Reif, bestätigte: "Das Einfache ist das Beste." Unkraut gebe es schon lange nicht mehr, das seien heute "Wildkräuter". In seinem Vortrag mit dem Titel "Faszination der Blüten" zeigte er Nahaufnahmen von Wildbienen und Schmetterlingen und erklärte, warum Kornellkirschen insektenfreundlicher sind als Forsythien. "Ich wünsche mir, dass die Leute die Augen aufmachen und wieder genau hinschauen", so Reif. Denn ein Garten ohne Blüten sei wie ein Herz ohne Liebe. Er betonte: "Jede einzelne Blüte ist wichtig. In den Gärten muss es blühen wie verrückt."

Zusätzlich zur Verleihung der Landkreiskachel zeichnete der Obst- und Gartenbauverein Sanspareil sechs weitere Familien für den schönsten Blumenschmuck aus. Zu den Preisträgern gehörten auch der Wonseeser Bürgermeister Andreas Pöhner und seine Ehefrau Barbara. "Jeder Gartenbauverein sorgt dafür, dass die Ortschaften im Detail noch ein bisschen schöner werden", lobte der.

Die Grundidee der ersten Gartenbauvereine im 19. Jahrhundert war es, die Versorgung der Bevölkerung mit Obst und Gemüse sicherzustellen. Auch diesen Auftrag, in etwas abgewandelter Form, haben sich die Sanspareiler auf die Fahne geschrieben. Jedes Jahr im August versorgen die Vereinsmitglieder Besucher aus nah und fern mit Blechkuchen. Schriftführerin Iris Frankenberger nannte das Blechkuchenfest "Highlight des Jahres". Im vergangenen Jahr seien bereits vor 16 Uhr alle 100 Kuchen restlos weg gewesen.

Die Versammlung sprach sich dafür aus, das Blechkuchenfest auch heuer wieder auszurichten. Auch das Datum steht: Es wird am Sonntag, 25. August, stattfinden. Adriane Lochner

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