Bamberg
Katastrophenschutz

Das Diensthandy ist selbst beim Duschen mit im Badezimmer

Am vergangenen Samstag öffnete das Amt für Umwelt-, Brand- und Katastrophenschutz Bamberg seine Tore. Die Büroräume im ehemaligen Kloster Michelsberg wurden zu einem Ort der Begegnung zwischen Mitarbe...
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Im Foyer informierten Stellwände über die Arbeit des Amtes. Foto: Scheld
Im Foyer informierten Stellwände über die Arbeit des Amtes. Foto: Scheld

Am vergangenen Samstag öffnete das Amt für Umwelt-, Brand- und Katastrophenschutz Bamberg seine Tore. Die Büroräume im ehemaligen Kloster Michelsberg wurden zu einem Ort der Begegnung zwischen Mitarbeitern und Besuchern - Anlass hierzu war das 30-jährige Bestehen des Amtes.

Entlang der Gänge standen Stellwände, an denen bunt bebilderte Errungenschaften aus dem Bereich Naturschutz oder Informationen zur Artenvielfalt hingen. Dies sollte laut Amtsleiterin Anita Schmidt als Eyecatcher fungieren - viel wichtiger sei ihr jedoch das direkte Gespräch mit den Menschen. "Ich bin vor zweieinhalb Jahren neu in das Amt gekommen und habe davor gar nicht gewusst, wie vielseitig und weitreichend die Aufgaben sind", sagt sie. "Bei Bebauungsplänen in der Stadt muss das Amt jedes Mal Stellung beziehen. Wir sind auch involviert, wenn etwa ein Aufzug im Gebäude gebaut werden soll."

Stets auf Bereitschaft

Obwohl sich Umwelt-, Brand- und Katastrophenschutz in einigen Punkten überschneiden, arbeiten die Ämter zum großen Teil unabhängig voneinander. Brand- und Katastrophenschutz bedeute für Schmidts persönlichen Arbeitsalltag, dass sie sich mit Kolleginnen und Kollegen im 24-Stunden-Bereitschaftsdienst abwechsle. "Ich habe eine Tasche mit Diensthandy, die sogar im Bad steht, wenn ich dusche. Ich muss immer erreichbar sein."

Ihre Vorgängerin habe in 25 Dienstjahren keine größere Katastrophe erlebt - die Arbeit bestehe vor allem darin, jederzeit auf den Ernstfall vorbereitet zu sein. "Wir haben ein Programm, in das wir regelmäßig die Telefonnummern aller wichtigen Personen für den Notfall einpflegen. Hausmeister von Schulgebäuden beispielsweise sind wichtig, falls eine Evakuierung nötig ist - die evakuierten Personen kommen dann in Turnhallen unter."

Regelmäßig finden Übungen, Dienstbesprechungen und interne Beiträge von anderen Institutionen statt, wie zum Beispiel der Bundeswehr zum Thema psychosoziale Notfallversorgung. Die freiwillige Feuerwehr - ein wichtiger Teil des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz - stand mit ihrem Spezialfahrzeug im weitläufigen Innenhof der Klosteranlage. Ihre Mitglieder vom Sonderzug Strahlenschutz beantworteten Fragen zu ihrem Beruf und erzählten von einem Einsatz, bei dem ein Enkel im Keller der Großeltern radioaktive Substanzen gefunden hatte. Bei sonnigen 29 Grad war die Stimmung auf dem Fest heiter - mit Honigbroten, Apfelsecco und Anekdoten der Feuerwehrmänner wurden die Gäste an diesem Tag der offenen Tür ebenso gut umsorgt wie informiert.

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