Kauernburg
kauernburg.inFranken.de  Die Belegschaft der Firma LBD hat Blut gespendet.

Das BRK sagt Dankeschön

Die Idee kann durchaus als gutes Beispiel gelten: Im Vorfeld des langsam aufkommenden Weihnachtstrubels hatte der Landwirtschaftliche Buchführungsdienst (LBD ) in Kauernburg einen Aufruf bei seinen Mi...
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Gleich wird die Schwester die Ader von Sebastian Meyer anzapfen. Die des LBD kommen auch gleich dran (rechts Kanzleileiter Günter Engel, links neben der Schwester Rosi Müller).  Foto: Dieter Hübner
Gleich wird die Schwester die Ader von Sebastian Meyer anzapfen. Die des LBD kommen auch gleich dran (rechts Kanzleileiter Günter Engel, links neben der Schwester Rosi Müller). Foto: Dieter Hübner

Die Idee kann durchaus als gutes Beispiel gelten: Im Vorfeld des langsam aufkommenden Weihnachtstrubels hatte der Landwirtschaftliche Buchführungsdienst (LBD ) in Kauernburg einen Aufruf bei seinen Mitarbeitern gestartet, an der monatlichen Blutspende-Aktion des Bayerischen Roten Kreuzes teilzunehmen.

Den Anstoß dazu gab die langjährige Kollegin Rosi Müller, die sich selbst bereits 50 Mal anzapfen ließ und beim BRK auch als ehrenamtliche Helferin tätig ist. Gleich nach Beendigung der Arbeitszeit rückte Kanzleileiter Günter Engel mit elf Kollegen an, die sich freiwillig gemeldet hatten. "Wir halten es für eine gute Sache, einen Teil unseres Blutes denen zur Verfügung zu stellen, die dringend darauf angewiesen sind", erklärte der Chef der Truppe.

Nicht alle kannten das folgende Prozedere. "Wir haben vier Erstspender dabei, die anderen kommen mehr oder weniger regelmäßig. Bei Martin Dietel liegt die letzte Spende 20 Jahre zurück." Zuerst wurden in einem Fragebogen die persönlichen Daten erfasst. Nach dem Messen Körpertemperatur, Puls und Blutdruck gaben die Spender einen winzigen Tropfen Blut aus der Fingerkuppe ab, um den Hämoglobinwert festzustellen. Anschließend folgte das Gespräch mit dem Arzt. Nach dessen Okay konnte es losggehen.

Sebastian Meyer wurde "ausgeguckt", sich als Erster auf die Liege zu begeben. Alle anderen standen erst einmal neugierig im Halbkreis um ihn herum, um die Vorbereitungen zur Entnahme zu beobachten, bevor auch sie sich auf eine der frei werdenden Liegen begaben.

Etwa zehn bis 15 Minuten dauerte es, bis ein halber Liter Blut entnommen war. Nach einer kurzen Ruhephase, in der sich der Kreislauf wieder erholen kann, ging es ab in den Aufenthaltsraum, um sich bei Rosi Müller einen Kaffee oder Tee und eine Brotzeit abzuholen. Mit dem guten Gefühl, etwa eine Stunde Zeit geopfert, aber geholfen zu haben, Leben zu retten, ging die LBD-Belegschaft nach Hause.

Über die kurzzeitig fehlende Menge Blut braucht sich niemand Gedanken zu machen. Die normal im Körper zirkulierende Menge von fünf Litern ist nach zwei Tagen wieder vorhanden.

BRK-Kreisgeschäftsführer Jürgen Dippold ist mit der Spendenbereitschaft der Kulmbacher zufrieden: "Wir haben noch ausreichend Spender, im Schnitt sind es etwa 100 pro Termin. Aber wir sind schon auf junge, neue Erstspender angewiesen, denn wir stellen fest, dass gerade die langjährigen Spender, die schon 150 oder 200 Mal oder noch öfter da waren, in ein Alter kommen, in dem sie nicht mehr spenden dürfen."

Spenden kann im Grunde jeder, wenn er volljährig ist und sich gesund fühlt. Frauen bis zu viermal, Männer bis zu sechsmal im Jahr, und zwar bis zum 70. Lebensjahr. "Blutspender sind die größte bürgerliche Bewegung neben der Freiwilligen Feuerwehr. Jeden Tag sind zigtausend Menschen bereit, ihr Bestes, nämlich ihren Lebenssaft zu geben. Sie übernehmen gesellschaftliches Engagement und damit Verantwortung", stellte Jürgen Dippold besonders die treuen Spender heraus. "Unsere Vorräte reichen für drei Tage. Allein in Bayern werden täglich etwa 2000 Konserven benötigt, wobei durch moderne Operationsmethoden auch der Blutbedarf verringert werden konnte." Die Blutspendentermine seien auf der BRK-Homepage abrufbar. Dieter Hübner

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